Ebene der Tonkrüge

Heute hatte ich mit drei anderen Reisenden eine Tour zur Ebene der Tonkrüge gebucht. Eigentlich müsste es heißen Hügel der Steinkrüge, da sie eher auf Anhöhen standen und die Krüge aus Stein gemeißelt sind.

Aber der Reihe nach. Zuerst waren wir im Touristeninformationszentrum, wo wir nochmal viel über die Bombenabwürfe auf Laos gehört haben. Auch über die Hintergründe, dass der damalige laotische König mit seinem Bruder einen Krieg um die Thronfolge hatte, sich deshalb Unterstützung von den Amerikanern suchte und umgekehrt, der kommunistische Bruder sich an Russland, China und Nordvietnam wandte. Zusätzlich dazu kam der Vietnamkrieg und Laos stand im Kreuzfeuer. Es ist auf alle Fälle ein sehr gebeuteltes Land, das über Jahrzehnte der Spielball seiner großen Nachbarn oder anderer Nationen war.

Ein paar Exponate von der Touristeninformation.

Wir haben heute auch Arbeiter und Fahrzeuge von MAG gesehen, die Felder und Grundstücke von Bomben säubern.

Auch auf den unterschiedlichen „Sites“ die wir besichtigt haben sind die gesicherten Wege markiert, denn bis August 2018 dürfte man diese Wege nicht verlassen, da der Rest des Geländes noch nicht bereinigt war.

Rechts und links des Weges lagen diese Markierungssteine als Wegweiser für den sicheren Pfad.

Jetzt aber erst mal eine Luftaufnahme, die uns unser Guide noch geschickt hat, damit Ihr einen Eindruck habt wovon ich spreche.

Von diesen Krügen-Sites gibt es wohl über 100, wovon nur eine sehr geringe Zahl bombenentschärft ist und somit für Touristen zugänglich. Wir habe Site 1-3 besucht.

Wofür wurde die Krüge benutzt? Das weiß niemand so recht und auch nicht genau wie alt sie sind. Schätzungen liegen bei 2.500 – 3.500 Jahren.

Für die Nutzung der Krüge gibt es viele Theorien, die wahrscheinlichste ist wohl, dass es sich um eine Art Grabstein handelt, der mit Opfergaben gefüllt wurde.

Die Krüge gibt’s in vielen Großen und Formen, aber alle sind unglaublich schwer.

Was die Theorie des Grabsteins stützt, ist dass neben vielen Krügen Menschenknochen gefunden wurden. Somit wurden die Toten nicht im Krug, sondern daneben beerdigt.

Auf dem Rückweg zum Auto ging’s über unglaublich grüne Wiesen, da merkt man, dass der Regen seine Wirkung zeigt.

Dies waren bisher alles Bilder von Site 1. Von dort aus ging’s zum Mittagessen um für Site 3 gestärkt zu sein.

Um zur Site zu gelangen mussten wir durch Reisfelder gehen.

Site 3 ist deutlich kleiner, doch die Krüge liegen enger beisammen und in einem kleinen Wäldchen.

Unser letzter Stopp war dann Site 2, die zweigeteilt ist. Zunächst ein paar Krüger im Wald.

Dann noch welche auf einem Hügel mit fast 360-Gradblick.

Da es heute so viele tolle Eindrücke und Bilder waren gibt’s es zum Abschluss ein Highlight der anderen Art. Nach dem Mittagessen gab es nämliche eine Art Kräuterwhiskey.