Bamboo Train

Das Wort Zug im Namen Bambuszug ist vielleicht etwas irreführend, denn es handelt sich nur um einen Wagen. Dieser besteht aus zwei Achsen, auf denen eine Art Plattform aus Bambus aufgesetzt wird. Angetrieben wird das Ganze von einem 6-PS-Motor.

Als ich mit meinem Motorroller ankam waren keine anderen Touristen vor Ort und so musste ich warten bis noch jemand kam. So lange habe ich den Fahrern beim Kartenspielen zugesehen.

Zum Glück kam relativ schnell zwei Tuk-Tuks mit einer Familie und so ging’s dann los. Die Wagen wurden vorbereitet, jeder bekam ein Sitzkissen und es wurde hochbeschleunigt.

Laut meines Handys sind wir knapp 30 km/h gefahren, jedoch kam es mir viel schneller vor.

Unterwegs kam uns ein anderer Wagen entgegen. Das hieß anhalten, einen Wagen von den Gleisen nehmen, vorbeifahren, Wagen wieder auf die Gleise setzen, weiterfahren.

Da fast der komplette Bahnbetrieb in Kambodscha eingestellt wurde, ist dies wohl eine kostengünstige Art von A nach B zu kommen, oder Waren zu transportieren. Der Zug mit dem ich gefahren bin ist natürlich speziell für Touristen, aber wohl auf Originalwagen.

Am Wendepunkt ist dann Andenkenseinkauf angesagt. Glücklicherweise war die französische Familie dabei, die fleißig gekauft hat. Ich habe dafür ein tolles Pyjamafoto der Verkäuferin gemacht.

Auf dem Rückweg mussten wir nochmal den Wagen vom Gleis nehmen. Die Jungs kamen bei der Hitze ganz schön ins Schwitzen.

Die Fahrt war definitiv ein Erlebnis. Ich denke wenn ich in Vietnam bin werde ich dann wieder Zug fahren. Dort allerdings mit einem richtig großen Zug.