Als ich gestern in meinen Bus stiegen war ungefähr acht Vietnamesen mit mir auf dem Weg zur Grenzen. Alle sahen wie geübte Grenzgänger aus.
Nach einer guten Stunde standen wir an der Grenze.

Unsere Ausweise wurden kontrolliert und da ich noch ohne Visum war durfte ich zunächst nicht weiter. Der Grenzbeamte konnte kein Englisch und ich kein Vietnamesisch. Somit könnte es länger dauern, dachte ich. Doch dann holte er sein Smartphone raus, starte „google translate“ und fragte nach meiner Nationalität. „German“ Und was ich hier mache? „Tourist, to visit your beautiful country.“ Danach durfte ich weiter.

Im Grenzhaus wurde dann weiter mit dem Telefon kommuniziert. Und in kürzester Zeit hatte ich meinen Einreisestempel.

Die Fahrt bis zu meinem ersten Stopp verlief unspektakulär und dann würde ich in Pleiku am Busbahnhof abgesetzt. Was wie ich später feststellte gar nicht der Fall war, aber egal. Es stand ein Minibusfahrer da, der mich nach Hoi An bringen wollte. Es sollte auch direkt losgehen und so bin ich eingestiegen. Zunächst haben wir allerdings noch 45 Minuten gekreist um möglichst viele Fahrgäste einzusammeln. Dann ging’s aber los. Inklusive Bordprogramm.

Die Fahrt verlief sehr zäh, denn das es sich um einen „local Bus“ handelte wurde stieg immer wieder jemand zu oder aus. Nach vier Stunden hatte 150 km geschafft und noch 280 km vor mir. Dann dachte ich dass dies meine erste Negativerfahrung des Urlaubs werden würde, denn der Fahrer bog Richtung Süden ab, doch ich musste Richtung Norden. Aber nach fünf Minuten hielt er hat und zeigte mir an, dass ich in einen anderen Minibus umsteigen solle. Er drücke dem anderen Fahrer meinen Rucksack in die Hand und sagte: Hoi An, no money! Toll. Die Asiaten wollen Geschäfte machen und organisieren dann alles, dass es irgendwie passt. Die Strecke war dann meist zweispurig und der Fahrer war ein Teufelskerl.
Die Fahrt war daher turbulent, doch ganz tolle Landschaft. Reisfelder, Berge und Wolkenformationen.

So war ich nach gut fünf Stunden kurz vor Hoi An, wo für mich Endstation war, denn mein Bus fuhr leider nicht in die Stadt rein. So musste ich ein Motorradtaxi nehmen und der leicht angetrunkene Fahrer hat mich glücklicherweise sicher ins Guesthouse gebracht.
Dort habe ich dann Andrew getroffen, den ich aus Laos kenne und wir haben Hoi An bei Nacht gemacht.

Und lecker gegessen. Cao Lau, geschmortes Schwein mit Nudeln und Gemüse, sowie einen Mango Pancake.


Das Bild des Tages ist das modische Highlight aus Vietnam. Partnerlook für die komplette Familie.

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