30.07.2022
Ich hoffe Ihr habt alle gut aufgepasst, denn wir kommen heute wieder da vorbei, wo ich vor dem Ruhetag vom eigentlichen Jakobsweg abgezweigt war. Wiedererkannt?

Ich bin heute nicht so früh gestartet, da ich später als normalerweise ins Bett bin und die Strecke machbar erschien.

Es geht weiter leicht bergauf, aber so dass ich es kaum merke.

Die Geraden werden immer länger und Schatten ist kaum noch zu finden. Meine Pause mache ich im Schutz eines etwas größeren Strommastens.

Dann kam ich auf eine frisch geteerte Straße, die anscheinend die Trainingsstrecke aller Radfahrer der Region ist. So viele Menschen habe ich noch auf keiner Strecke getroffen. Sie sind zwar alle vorbeigedüst, jedoch nicht ohne mir ein freundliches „buen camino“ hinterherzurufen.


An diesem Tag war ich so müde, dass ich tatsächlich ein Nickerchen unter einem Baum gemacht habe. Das gab mir dann auch die Energie für die finalen Kilometer.


Higueruela ist ein Ort mit ca. 500 Einwohnern, liegt auf gut 1.000 ü.NN und ich empfand es als einen ganz tristen Ort. Nur geschlossene Geschäfte, gut es war Sonntag, aber irgendwas hatte sonst immer auf. Es gab drei Restaurants, eine Bar und kaum Menschen auf der Straße. Zumindest wurde ich von einem Regenbogen begrüßt.

Ansonsten entsprach meine Wahrnehmung eher diesem Bild. Wer weiß, vielleicht lag es auch daran, dass dies blasentechnisch mein bisheriger Tiefpunkt war und ich gelegentlich zweifelte, ob ich überhaupt weiterlaufen könnte.

Auch meine Unterbringung hat zur Tristesse des Tages beigetragen. Auch sie war das Lowlight der bisherigen Unterkünfte.

Nach einem Mittagessen und einer langen Siesta, bin noch zur Kirche und auf den höchsten Punkt von Higueruela. Das hat mich dann ein wenig versöhnt und mir den Weg für den nächsten Tag gezeigt.



Das Bild des Tages ist heute speziell für alle Katzenliebhaber*innen:

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