Higueruela – Chinchilla de Monte-Aragón

31.07.2022

Mit neuster Blasenpflasterklebetechnik ging‘s am nächsten Morgen weiter. Zuerst Compeed und dann das Ganze mit Tape absichern, denn ansonsten verschmilzt bei diesen Temperaturen das Pflaster mit der Socke. Wie auch immer, es hat super funktioniert und so gut ging‘s meinen Füßen schon lange nicht mehr.

Ich bin im Dunkeln gestartet und bis zum ersten kleinen Ort einfach auf der Straße gelaufen, da der Camino immer nur geringfügig daneben verlief. Ich war mir auch nicht sicher wie meine Füße durchhalten, daher beschloss ich, dass ein guter Untergrund die ersten Kilometer nicht schaden könnte.

Canales kam nach 10 Kilometern und da ich um 5 Uhr los bin, war noch niemand auf der Straße unterwegs und auch ein süßes Stückchen war nicht zu ergattern.

Kirche Canales

Danach ging es durch abgeerntete Felder und die Geraden wurden länger.

Mein Zielort, Chinchilla de Monte-Aragón, klingt wie ein mystischer Ort aus Herr der Ringe oder doch eher ein exotisches Kuscheltier. Also was es mit dem Chinchilla auf sich hat habe ich nicht rausgefunden.

Der Ort ist zweigeteilt, Altstadt oben am Berg und unten das modernere Chinchilla mit Hotels und Restaurants, denn die Autobahn verläuft direkt daneben. Hier hab ich mich in ein Truckerhotel eingebucht.

Nach einer kalten Dusche und einem Nickerchen trieb mich mein Hunger den Berg hoch. Hätte zwar direkt vor Ort essen können, aber irgendwie wusste ich, dass wenn ich nicht jetzt den Anstieg zur Altstadt mache, dann mach ich es gar nicht mehr.

Es ist ein zauberhaftes Örtchen und auf der Plaza Mayor gab‘s dann ein paar Kleinigkeiten für mein Wohlbefinden.

Das Bild des Tages ist den Schwalben gewidmet, die mich hier täglich begleiten: