05.08.2022
Heute bin ich im Dunkel los und da der Himmel wolkenlos war habe ich versucht die Sterne zu fotografieren. Also fürs erste Bild bitte Licht aus, die Helligkeit des Displays auf sein Maximum stellen und schauen ob ihr die Milchstraße erkennen könnt.

Die Strecke war vergleichbar mit meiner gestrigen Etappe, nur ein paar Kilometer mehr.




Auf gut der Hälfte der Strecke tauchte ein großes Gebäude auf. Ich dachte es sei ein Weingut und ich könnte vielleicht eine Weinverkostung machen. Leider handelte es sich nur um die Ruine, des Castello de Santiago de la Torre. Die Burg dient vielen Schwalben als Unterschlupf.


Auf den Feldern war heute echt was los, naja dafür, dass ich sonst eigentlich niemanden getroffen hatte. Diese Herren haben ganz liebevoll jeden neu gepflanzten Olivenbaum gewässert.


Mein Higlight heute war die Unterhaltung mit zwei Männern, als ich in den Ort lief. Sie fragten wie lang ich noch laufen würde und was man dann so spricht. Dann meinte der eine ich solle kurz warten, denn ich müsse ja gut Essen, dass ich das auch schaffe. Er kam damit zurück.

Las Pedroñeras ist nämlich für seinen speziellen Knoblauch bekannt. Der Ort wird auch als Knoblauch-Hauptstadt bezeichnet und dies sieht man an vielen Stellen.


Meine Unterkunft für heute ist wieder ein Konvent, allerdings ein verlassener, den die Stadt aktuell für Pilger unterhält. Daher ganz toll sauber und riesig.
Anscheinend kommen hier pro Jahr nur etwa 250 Pilger vorbei. Im Fernsehen hörte ich dass in Santiago momentan mehr als 95.000 Pilger sind, es in etwa der Bevölkerungszahl Santiagos entspricht. Heute habe ich zum Glück erfahren, dass dort eine Jugendpilgerveranstaltung stattfindet und der Spuk in ein paar Tagen vorbei ist.

Im Konvent steht mir sogar eine Waschmaschine zur Verfügung und so habe ich all meine Kleidung einmal richtig waschen können. Echt Luxus und im Vergleich zu meiner Handwäsche ist jetzt alles porentief rein. Auf der kleinen Dachterrasse trocknete alles in Windeseile.

Zum Mittagessen gab’s heute als Hauptspeise Kaninchen.

Der Ort selbst ist unaufgeregt, ruhig und hübsch.



Zum Bild des Tages habe ich den Servicetechniker der Wasserspiele gewählt, der selber patschnass im Wartungsschacht stand.

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