Las Pedroñeras – Mota del Cuervo

06.08.2022

So langsam fühlt es sich nach „täglich grüßt das Murmeltier“ an. Aber der Rhythmus und die Routine tun mir gut. Start in der Morgendämmerung.

Heute war ich nicht alleine unterwegs, gegen 6:30 Uhr, da ist es hier noch dunkel, hat mich ein Landwirt mit seiner Strohballenmaschine überholt. Später hab ich ihn dann bei der Arbeit überholt.

Heute lagen zwei Ortschaften auf meiner Wegstrecke und ich habe mich schon total gefreut zwei Mal Pause zu machen. Ihr könnt es bestimmt schon zwischen den Zeilen lesen, am ersten Ort war noch nix los, aber wirklich gar nichts, obwohl es bereits 8 Uhr war. Somit habe ich mich mit El Pedernoso nicht angefreundet.

Jetzt lag meine Hoffnung ganz auf Santa Maria de los Llanos. Ich hatte nämlich kein Brötchen dabei und auch meine Wasservorräte hätten nicht bis zum Ziel gereicht. Ärgerlicher Weise ließ ich meine Alutrinkflasche im Konvent liegen.

Santa Maria hat mich nicht enttäuscht. Obwohl der Ort kaum 500 Einwohner hat, war vom Metzger, den Gemüsehändler, Supermarkt bis zur Bar alles geöffnet. Somit stand meinen Frühstück nichts mehr im Wege.

In Santa Maria gibt’s auch einen Zwischenstatus zur Strecke. Ob Motivation oder Herausforderung kann jeder für sich entscheiden.

Bei den letzten Kilometern war ich an jeder Kuppe gespannt ob ich die Windmühlen von Mota del Cuervo sehen werde. Denn im Reiseführer steht, dass man schon von weitem den Ort und dessen Windmühlen auf der Anhöhe sehen würde. Also schaut mal ob Ihr sie entdeckt.

Auf dem Weg durch den Ort und zu meiner Unterkunft begegnen einem Windmühlen und Don Quijote überall. La Mancha, durch die ich schon seit einigen Tagen laufe, ist Don Quijotes Heimat. Heute nächtige ich in einem Hostal mit Klimaanlage, da es keine Pilgerunterkunft gibt.

Nachdem mein Zimmer noch nicht bereit war, ließ ich meinen Rucksack dort und habe mir direkt die Windmühlen angeschaut. Wenn ich richtig gezählte habe stehen dort sieben Stück. Eine davon war heute sogar in Betrieb.

Ach, meine Alutrinkflasche ist wieder bei mir. Ich habe mit Jesús telefoniert und er hat sie Freunden mitgegeben, die sie mir gebracht haben. Toll.

Ich fand die Windmühlen so spannend, dass ich zum Sonnenuntergang nochmal hochgelaufen bin.

Danach war ich noch auf der Plaza Mayor, auf der die Festtage eröffnet wurden. Es gab eine Rede des Bürgermeisters, der immer wieder hervorhob wie toll es sei, dass nach 3 Jahren Pandemiepause alle wieder feiern können. Eine weitere Rednerin war Elena Manjavacas, eine junge Frau aus dem Ort, die bei der NASA arbeitet.

Wer Spanisch spricht kann hier mehr über sie erfahren:

https://eldiadigital.es/art/389110/elena-manjavacas-una-motena-en-la-nasa-volver-a-mota-del-cuervo-es-recargar-las-pilas-de-motivacion-y-alegria

Es wurde auch die Festtagskönigin gekrönt und ihr ganzer Hofstaat begrüßt.

Ich bin um 23 Uhr auf mein Zimmer weil ich nicht mehr stehen konnte, doch die Party ging bis früh morgens.

Bild des Tages: