Fontanillas de Castro – Tábara

26.08.2022

Angela und Paco, die Herbergsbetreuer, waren tatsächlich um fünf Uhr auf und haben mir Frühstück gemacht. Unglaublich. Sie haben mich ganz herzlich verabschiedet und dann konnte ich gut gestärkt in die Nacht starten.

Knapp zwei Stunden später war ich im ersten Ort. Hier schliefen noch alle. Allerdings ist hier wieder eine Camino-Gabelung. Von hieraus kann man ein Stück Richtung Norden gehen und trifft auf „den“ Jakobsweg, den Camino Francés. Ich bin links gelaufen und meiner nennt sich jetzt Camino Sanabrés.

Danach war mir von Paco Natur pur angekündigt worden. Ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe sogar Rehe gesehen.

Auf der Landkarte hätte ich ja schon mehrere Male Wasser sehen sollen, aber bisher ohne Erfolg. Heute hat’s geklappt.

Danach ging der Weg wildromantisch am Ufer entlang. Aber auch da sah es leider ziemlich ausgetrocknet aus.

Ein letzter Blick übers Wasser und dann ging’s zurück zu den Geraden.

Jemand wollte mit seinen Wanderschuhen wohl ein Zeichen setzen. Vielleicht hat er noch mehr Blasen bekommen als ich.

Unterwegs war auch ein paar Mal ein Schild von meiner heutigen Herberge aufgehängt. Somit kein Vergleich zum Beginn der Reise, wo die wenigsten Leute überhaupt wussten, dass es in ihren Ort eine gibt.

Zwei Stunden vor meinem Ziel gab’s dann in einer Bar wieder diverse Köstlichkeiten. Da es gestern Beschwerden gab, dass man die Tortilla nicht sehen könne, heute eine Detailaufnahme. Die Tortilla gestern war allerdings deutlich leckerer.

Das letzte Stück wurde es natürlich wieder heißer, auch wenn für heute maximal 32 Grad angesagt waren.

Vor drei Wochen fand wohl ein Waldbrand statt. Morgen laufe ich durch das am stärksten betroffene Gebiet. Es wurde wohl sehr viel vom Naturschutzgebiet Sierra de La Culebra zerstört.

Die Bauern sind ebenfalls sehr geschädigt worden, denn ihre Flächen sind abgebrannt oder ihre Tiere im Feuer umgekommen. Als ich nach Tábara reinlief fand gerade eine Kundgebung auf der Plaza Mayor deswegen statt.

Meine Herberge sieht von außen zwar nicht ganz so hübsch aus wie gestern, aber auch hier ist alles ganz neu. Es gibt wieder gemeinsames Abendessen, mal schauen ob wieder ein paar Radfahrer zur späteren Stunde eintrudeln. Ansonsten esse ich mit José und Ivan.

Das Freibad ist gerade mal 150 Meter von der Herberge entfernt. Da bin ich eine Runde schwimmen gegangen. Ach und nein, ich sitze nicht nackt hinter meiner Badehose.

Mein Highlight des Abendessens. Letztendlich habe ich alle vier probiert. Vom Chef des Hauses selbst angesetzt. Ich denke ich werde gut schlafen.

Zum Schnaps gab’s noch einen Spruch, der mich auf dem Camino begleiten soll.

Bilder des Tages sind zum einen mein Reisehemd, das heute in den Müll wandern musste und ein einfach schönes Bild aus Tábara.