Tábara – Santa Marta de Tera

27.08.2022

Frühstück war um 6:30 Uhr gerichtet und so konnte ich entspannt um 7 Uhr starten.

Wie gestern bereits angekündigt ging es heute durch das Waldbrandgebiet von vor drei Wochen. Es sah verheerend aus. Die Dame in der Bar hat mir gerade erzählt, dass die ganzen Ortschaften evakuiert wurden. Sowohl Tábara, wo ich startete, Santa Marta mein Zielort und alles dazwischen.

Ein kleiner Lichtblick ist schon wieder durchgekommen, doch es wird sehr lange dauern, bis sich die Natur erholt hat.

Auf dem Weg haben mich zwei Radpilger überholt. Mit dem hier konnte ich bergauf mithalten, danach war er aber ganz schnell weg.

Meine Wasservorräte habe ich dann zwei Kilometer vor meinem Ziel aufgefüllt, da dies der einzige Lebensmittelladen im näheren Umkreis ist. Hier standen alle brav Schlange und dabei wurde der Klatsch des Dorfes ausgetauscht.

Ich bin wieder an einem Fluss angekommen, Tera. Deshalb ist es hier prinzipiell grüner, auch wenn das durch das Feuer größtenteils zunichte gemacht wurde.

Die Esel, die hier weiden, fand ich besonders lustig. Sehen aus als hätten sie Rastalocken.

Meine Herberge ist heute ohne Betreuung, die Tür stand einfach offen. Später habe ich mich dann an der Kirche angemeldet und meinen Stempel abgeholt. Auf besonderen Wunsch heute ein paar Bilder der Herberge.

Da es hier am Ort nur ein Restaurant gibt habe ich mir ein Luxuskottlett gegönnt.

Nach der Siesta war wieder Kultur angesagt. Die Kirche von Santa Marta de Tera ist die älteste romanische Kirche Zamoras. Sie hat ein Fenster durch das morgens zum Frühjahrs- und Herbstbeginn die Sonne genau durch das oberste Fenster scheint.

Wenn man durch den Friedhof zum Hintereingang geht, kommt man zum ältesten, bekannten Zeugnis des Camino de Santiago.

Es gab sogar ein paar Regentropfen. Blieb allerdings auch dabei.

Bilder des Tages werden Prunkwinden, die ich zuletzt noch als Prinkwinden bezeichnet hatte und ein lustiger Hauseingang.