Santa Marta de Tera – Rionegro del Puente

28.08.2022

Ein Kätzchen hat mich heute morgen vor dem Schönheitssalon Marisa verabschiedet.

Es ging direkt in die Teraebene, da war‘s feucht und grün und der Kohl sah aus als würde er fluoreszieren.

Vom Sonnenaufgang hab ich vor lauter Bäumen heute nichts, naja wenig gesehen.

Hätte heute auch in der Rheinebene oder an der Iller sein können. Da fragt man sich wieso man wegfliegt und so weit läuft.

Hier werden sehr viele Pappeln angepflanzt. Genau im Abstand, dass ein Traktor dazwischen durch passt. Mache wachsen extrem schräg.

Es ging weiter über Felder und durch Dörfer, in denen leider noch alle Bars geschlossen hatten.

Ich dachte das Waldbrandgebiet läge hinter mir, doch leider war dem nicht so. Kurz vor einem Staudamm, als es über einen abenteuerlichen Pfad weiterging, war ich wieder mitten drin.

Danach verlief der Camino über einen geteerten Weg am Stausee entlang. Dort traf ich einen älteren Herrn auf seinem Morgenspaziergang. Er erzählte mir, dass 24 Ortschaften während des Feuers evakuiert wurden. Er war zu der Zeit in Madrid, doch die Häuser in seinem Ort sind gerade so vom Feuer verschont geblieben.

Im Ort selber gab‘s auch eine Herberge, die von einem Südafrikaner geführt wird. Bei ihm hab ich einen Tee getrunken. Er hat sich beim Kampf gegen das Feuer sein Bein gebrochen, aber sein Haus steht noch.

Die letzen Kilometer war die Welt dann wieder in Ordnung.

Rionegro del Puento liegt am Rio Negro. Leider führt der Fluss kein Wasser mehr. In der Herberge wurde mir dann geraten direkt zu duschen, da es wohl teilweise nachmittags kein Wasser gibt.

An meiner Herberge angekommen musste ich die Hospitalera anrufen. Sie kam direkt, hat aufgeschlossen und mir alles gezeigt.

Auf dem Rückweg vom Essen traf ich noch die Pilgerin, die gestern mit mir in der Herberge übernachtet hat. Eine junge Ausdauersportlerin, die gestern über 50 km gelaufen ist.

Nach meiner Siesta bin ich noch an den Stausee, um mich etwas zu erfrischen. Hat sehr gut getan. Außer mir war nur noch die Dorfjugend am und im Wasser.

Bild des Tages der kleine Happen, der die Zeit überbrücken musste bis die Köchin um 21:30 Uhr kam.