A Gudiña – Laza

02.09.2022

Eigentlich wollte ich heute gar nicht ganz so früh starten, doch Mitpilger sind um fünf Uhr aufgestanden, da war ich auch wach und hab mich fertig gemacht.

A Gudiña ist eine Weggabelung, drei oder fünf Etappen, bis die Wege sich wieder kreuzen. Ich habe den rechten Weg, drei Etappen eingeschlagen.

Heute ist der Tag des Nebels, der Wolken und der Aussichten. Deshalb auch ein Bild ins Dunkle fotografiert, den Nebel sieht man leider nicht.

Es fiel mir sehr schwer eine Auswahl zu treffen, daher sind es glaube ich mehr Bilder als sonst.

Anfänglich sahen die kleinen Ortschaften zwar schon trist aus, jedoch noch hübsch gemacht. Später war es nur noch deprimierend.

Mehr Aussicht mit halbleerem Stausee und Nebel und Wolken und tollem Licht …

Der Weg war heute zwar von der Aussicht toll, doch entweder geteert, oder wie hier eine Brandschneise. Ich hatte mir Wege wie gestern erwartet, denn es hieß heute wäre nur „naturaleza”. Das stimmte auch, nur der Weg war es nicht.

Campobecerros ist der einzig nennenswerte Ort auf der heutigen Strecke. Auch hier fährt der Hochgeschwindigkeitszug vorbei, hält aber nicht.

In der Bar gab‘s einen Kaffee und ein süßes Teilchen. Die Bardame hatte ein tolles Tshirt an, Camino und Bier vereint. „Wünschst Du Dir die Weisheit des Jakobswegs zu entdecken?“ als Werbung einer Biermarke.

Die nächsten Ortschaften waren zum größten Teil zerfallen. Die Verkehrsberuhigung mit Kinderspielzeug fand ich pfiffig.

An diesem Kreuz hatte ich fast die letzte Steigung geschafft, danach ging es nur noch bergab, aber sehr lange.

Eine Verpflegungsstation kam noch. Ein Sofa und ein paar Stühle standen zum Verweilen bereit. Essen und Getränke gab’s auch, die man für eine Spende konsumieren konnte. Da hab ich eine Birne auf dem Sofa zu mir genommen.

So sah der Weg nach unten aus. Bis auf den letzten Kilometer, da entsprach der Camino meiner eigentlichen Vorstellung.

Kurz vor Laza kam ein riesiger Holztransporter.

Laza selbst verschlafen und ganz hübsch, aber es gibt kleine Läden, Bars, Restaurants und eine tolle Herberge. In der haben wir heute zu dritt gekocht und gehen früh ins Bett, denn morgen steht die letzte lange Etappe an.

Bild des Tages ohne Kommentar: