08.09.2022
Gestern Abend war noch einiges los in der Herberge. Ein durchgeknallter Radpilger, hat zuerst die Polizei gerufen, die den Krankenwagen rief und irgendwann war er dann weg. Er fuhr wohl mit dem Taxi ins Krankenhaus und hat ein mentales Problem. Danach haben wir, 10 weitere Pilger und ich, unsere Brotzeit gegessen und einer hatte eine Flasche Kräuterlikör gekauft und eine oder zwei oder doch drei Runden ausgegeben.
Nachts waren dann die Mücken aktiv und somit bin ich mit wenig Schlaf in meine vorletzte Etappe gestartet.
Doch bei kühlen Temperaturen und unerwartet gutem Wetter ging’s los.


Der Weg ging zwar wieder parallel zur Autobahn und zur Bahnlinie, doch verlief er meistens im Wald. Wenn ich den Verkehr nicht gehört hätte, hätte man glauben können ich sei an einem abgeschieden Ort.


Die alten Verbindungswege sind meistens mit riesigen Eichen gesäumt. Im Vergleich zur La Mancha ist man hier selbst bei 40 Grad kühl im Schatten unterwegs.


Kurz vor Ponte Ulla, und somit auch kurz vor Ouseiro, traf ich mal wieder auf eine Fiesta. Eine Madonnenstatue wurde um die Kirche getragen, eine traditionelle Kapelle spielte und es gab viel zu essen. Der Pulpo wurde frisch dort gekocht und angemacht. Extrem lecker.


Auf der Fiesta waren dann auch ein paar Pilger, die ich an den Tagen zuvor schon mal getroffen hatte. So bin ich die letzten Kilometer mit Monica und Duart gelaufen. Der Portugiese lief sogar noch die letzten 17 Kilometer bis nach Santiago, doch er war heute auch 10 weniger gelaufen als ich.
In Outeira selbst gibt es außer der Albergue, einer Kirche und einer tollen Aussicht ins Tal nichts.


Bild des Tages:

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