Nachdem ich in den letzten Tagen immer relativ schnell weitergereist war, viel unternommen hatte und auch die Tempel anstrengend waren, wollte ich nicht Phnom Penh als nächsten Stopp anvisieren. Somit habe ich mich für einen Nachtbus entschieden, der zwar in Phnom Penh Halt macht, aber ich dann direkt an den Strand durchstarten konnte. Um 23 Uhr ging es los.

Ich hatte ein schönes Einzelbett, das für mich super war. Viel größer als ich sollte man allerdings nicht sein, sonst kann man sich nicht ausstrecken.

Ich schätze, dass das Bett maximal 1,80 m lang ist.

Ich habe zwar nicht tief und fest geschlafen, aber der Körper erholt sich ja auch wenn er einfach nur etwas liegt und ruht.
In Phnom Penh musste ich dann wie gesagt umsteigen …

… von dort ging es dann weiter Richtung Sihanoukville. Es dauerte sicherlich zwei Stunden, bis wir aus Phnom Penh rauskamen und je weiter wir Richtung Süden kamen, umso mehr regnete es. Dies ist ein Bild von einem Pausenstopp.

Da sich die Fahrt immer mehr zog hatte ich bereits die Befürchtung in Sihanoukville übernachten zu müssen. Denn um ins Paradies zu kommen – Koh Rong Sanleom – musste ich noch die letzte Fähre erwischen.
Von Sihanoukville hatte ich in letzter Zeit nur schlechtes gehört: Baustelle, dreckig, ungemütlich. Als wir uns näherten wurden meine Befürchtungen übertroffen. Die Stadt ist ein Alptraum.


Es wird wirklich überall gebaut, die Straßen haben riesige Schlaglöcher und der Verkehr ist unerträglich. Jedoch auch hier werden modische Pyjamas getragen.


Von dem was ich gehört habe soll Sihanoukville ein Ballermann für Chinesen werden. Dementsprechend wird gebaut. Als Chinese kann man sich hier auch Wohnungen kaufen für 32$ je Quadratmeter. Also vom traumhaften, idyllischen Strand mit kleinen Bungalows ist nichts mehr übrig.
Kurz nach 14 Uhr stieg ich aus dem Bus und zum Glück war der Hafen nicht weit. Da es mit dem Bus die letzte Stunde durch die Stadt nur im Schritttempo vorwärts ging, wenn überhaupt, habe ich beschlossen einfach die 1,5 km zum Hafen zu laufen. Ich wollte nicht in einem Tuk-Tuk untätig sitzen und hoffen rechtzeitig am Boot anzukommen. Das Universum war mir hold, denn am Hafen wurde mir mein Ticket verkauft und es ging direkt los. Allerdings nicht mit dem Boot, sondern zunächst mit dem Bus. Wegen des schlechten Wetters, musste das Boot von einem anderen Pier aus starten. Dies bedeitete einmal quer durch die Stadt, was dann wieder eine Stunde dauerte.

Ich war so froh nicht in Sihanoukville übernachten zu müssen, dass mir das alles nichts ausmachte.
Von diesem Hafen liefen auch die Fischerboote aus, somit war es eigentlich ganz hübsch dort.

Unser „Speedboat“ stand auch schon bereit, allerdings durften wir noch nicht einsteigen.

Und als es dann ans Einsteigen ging hat es wieder heftig angefangen zu regnen. Ich bin mit einem tollen Regenschirm ausgerüstet und so kam ich relativ trocken Fußes ins Boot. Die Überfahrt fand ich dann doch etwas gruselig, da es neblig war, heftigen Wellengang hatte und in Strömen regnete.

Es ging alles gut und ich bin heil auf Koh Rong Sanleom gelandet. Zu meiner Unterkunft musste ich allerdings noch über die Insel laufen. Ich wollte ein ruhiges Fleckchen mit Hängematte und einsamen Strand, deshalb hatte ich mir den Sunset Beach ausgesucht. Um dorthin zu kommen hieß es jedoch eine halbe Stunde laufen.

Da es weiterhin fleißig regnete glich der Pfad eher einem Wasserfall. Doch mit meinen hochwertigen Trekkingsandalen war das kein Problem.

Ich hatte mir für die erste Nacht ein Bett im Schlafsaal gebucht und wollte mir danach etwas hübscheres suchen.

Doch da ich, neben einer französischen Familie, der einzige Gast bin, habe ich das Zimmer ganz für mich alleine. Am Strand gibt es tolle Hängematten und das Meeresrauschen ist toll.
Jetzt wäre es nur schön, wenn der Regen etwas abnehmen würde. Bisher hat es meistens die ganze Nacht und dem halben Tag durchgeregnet.

Ich fühle mich trotzdem sehr wohl hier und genieße die Ruhe, lese oder schaue einfach aufs Meer raus.

Eigentlich wollte ich ja auch Tauchen gehen. Dazu sollte das Wetter allerdings wirklich etwas besser werden. Morgen erkundige ich mal an der Tauchschule was sie so genau anbieten und dann entscheide ich ob ich hier mal abtauche.
PS: Ich hatte wohl riesiges Glück mit meinem Boot, denn ich habe inzwischen einige getroffen, die morgens in Phnom Penh wie ich gestartet waren und das letzte Boot zur Insel verpassten.
Hier noch mein Lieblingsfoto.

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