Zurück auf dem Festland

Nach einem sonnigen Tag gestern in meiner Hängematte, verabschiedet sich Koh Rong Sanloem mit Regen von mir.

Zumindest ist das Boot gefahren und ich bin jetzt auf dem Festland …

… und warte auf meinen Bus nach Phnom Penh. Eigentlich wollte ich nach Kampot, doch der Regen hat wohl Teile der Straße weggespült und mir wurde keine Fahrkarte verkauft.

Ich bin somit jetzt in Sihanoukville und habe für horrende $ 7,50 ein Pha Thai gegessen, dafür habe ich bisher maximal $ 2,50 ausgegeben. Aber wer Hunger hat der zahlt.

War zumindest so viel, dass ich einigermaßen statt geworden bin.

Zum Glück ist heute Sonntag und so hoffe ich, dass die Fahrt nach Phnom Penh nicht so lange wie bei der Anreise dauert. Hier in Sihanoukville war zumindest bereits weniger Stau. Also drückt mir die Daumen, es geht gleich los.

Mitbewohner

Ich hatte mein Zimmer anfänglich ganz für mich alleine. Inzwischen habe ich einen Mitbewohner. Er ist jedoch sehr ruhig und kümmert sich ums Ungeziefer.

Regen, Regen und nochmal Regen

Die ersten Tage auf Koh Rong Sanloem war es zumindest tagsüber immer wieder ein paar Stunden trocken und die Sonne hat für einige Minuten durchgeschimmert.

Heute ist vorbei mit lustig und es ist Dauerregen angesagt.

Da ich geplant hatte morgen wieder aufs Festland überzusetzen, wollte ich gerade ein Bootsticket kaufen. Fehlanzeige. Heute fährt wegen des Sturms kein Boot und für morgen muss erst abgewartet werden.

Naja, da werde ich gleich wieder zu meinem Buch gehen und lesen.

Hier noch ein Video von heute Morgen von meiner Terrasse aus gefilmt.

Über die Hölle von Sihanoukville ins verregnete Paradies

Nachdem ich in den letzten Tagen immer relativ schnell weitergereist war, viel unternommen hatte und auch die Tempel anstrengend waren, wollte ich nicht Phnom Penh als nächsten Stopp anvisieren. Somit habe ich mich für einen Nachtbus entschieden, der zwar in Phnom Penh Halt macht, aber ich dann direkt an den Strand durchstarten konnte. Um 23 Uhr ging es los.

Ich hatte ein schönes Einzelbett, das für mich super war. Viel größer als ich sollte man allerdings nicht sein, sonst kann man sich nicht ausstrecken.

Ich schätze, dass das Bett maximal 1,80 m lang ist.

Ich habe zwar nicht tief und fest geschlafen, aber der Körper erholt sich ja auch wenn er einfach nur etwas liegt und ruht.

In Phnom Penh musste ich dann wie gesagt umsteigen …

… von dort ging es dann weiter Richtung Sihanoukville. Es dauerte sicherlich zwei Stunden, bis wir aus Phnom Penh rauskamen und je weiter wir Richtung Süden kamen, umso mehr regnete es. Dies ist ein Bild von einem Pausenstopp.

Da sich die Fahrt immer mehr zog hatte ich bereits die Befürchtung in Sihanoukville übernachten zu müssen. Denn um ins Paradies zu kommen – Koh Rong Sanleom – musste ich noch die letzte Fähre erwischen.

Von Sihanoukville hatte ich in letzter Zeit nur schlechtes gehört: Baustelle, dreckig, ungemütlich. Als wir uns näherten wurden meine Befürchtungen übertroffen. Die Stadt ist ein Alptraum.

Es wird wirklich überall gebaut, die Straßen haben riesige Schlaglöcher und der Verkehr ist unerträglich. Jedoch auch hier werden modische Pyjamas getragen.

Von dem was ich gehört habe soll Sihanoukville ein Ballermann für Chinesen werden. Dementsprechend wird gebaut. Als Chinese kann man sich hier auch Wohnungen kaufen für 32$ je Quadratmeter. Also vom traumhaften, idyllischen Strand mit kleinen Bungalows ist nichts mehr übrig.

Kurz nach 14 Uhr stieg ich aus dem Bus und zum Glück war der Hafen nicht weit. Da es mit dem Bus die letzte Stunde durch die Stadt nur im Schritttempo vorwärts ging, wenn überhaupt, habe ich beschlossen einfach die 1,5 km zum Hafen zu laufen. Ich wollte nicht in einem Tuk-Tuk untätig sitzen und hoffen rechtzeitig am Boot anzukommen. Das Universum war mir hold, denn am Hafen wurde mir mein Ticket verkauft und es ging direkt los. Allerdings nicht mit dem Boot, sondern zunächst mit dem Bus. Wegen des schlechten Wetters, musste das Boot von einem anderen Pier aus starten. Dies bedeitete einmal quer durch die Stadt, was dann wieder eine Stunde dauerte.

Ich war so froh nicht in Sihanoukville übernachten zu müssen, dass mir das alles nichts ausmachte.

Von diesem Hafen liefen auch die Fischerboote aus, somit war es eigentlich ganz hübsch dort.

Unser „Speedboat“ stand auch schon bereit, allerdings durften wir noch nicht einsteigen.

Und als es dann ans Einsteigen ging hat es wieder heftig angefangen zu regnen. Ich bin mit einem tollen Regenschirm ausgerüstet und so kam ich relativ trocken Fußes ins Boot. Die Überfahrt fand ich dann doch etwas gruselig, da es neblig war, heftigen Wellengang hatte und in Strömen regnete.

Es ging alles gut und ich bin heil auf Koh Rong Sanleom gelandet. Zu meiner Unterkunft musste ich allerdings noch über die Insel laufen. Ich wollte ein ruhiges Fleckchen mit Hängematte und einsamen Strand, deshalb hatte ich mir den Sunset Beach ausgesucht. Um dorthin zu kommen hieß es jedoch eine halbe Stunde laufen.

Da es weiterhin fleißig regnete glich der Pfad eher einem Wasserfall. Doch mit meinen hochwertigen Trekkingsandalen war das kein Problem.

Ich hatte mir für die erste Nacht ein Bett im Schlafsaal gebucht und wollte mir danach etwas hübscheres suchen.

Doch da ich, neben einer französischen Familie, der einzige Gast bin, habe ich das Zimmer ganz für mich alleine. Am Strand gibt es tolle Hängematten und das Meeresrauschen ist toll.

Jetzt wäre es nur schön, wenn der Regen etwas abnehmen würde. Bisher hat es meistens die ganze Nacht und dem halben Tag durchgeregnet.

Ich fühle mich trotzdem sehr wohl hier und genieße die Ruhe, lese oder schaue einfach aufs Meer raus.

Eigentlich wollte ich ja auch Tauchen gehen. Dazu sollte das Wetter allerdings wirklich etwas besser werden. Morgen erkundige ich mal an der Tauchschule was sie so genau anbieten und dann entscheide ich ob ich hier mal abtauche.

PS: Ich hatte wohl riesiges Glück mit meinem Boot, denn ich habe inzwischen einige getroffen, die morgens in Phnom Penh wie ich gestartet waren und das letzte Boot zur Insel verpassten.

Hier noch mein Lieblingsfoto.

Kochen auf kambodschanisch

Nachdem ich das Kochen in Vientiane so toll fand habe ich mich hier gleich für den nächsten Kurs angemeldet.

Für unser Menü haben wir zunächst noch ein paar Dinge gemeinsam auf dem Markt eingekauft.

Danach wurde wie schon in Laos, unter strenger Führung gekocht.

Lesson 1

Lesson 2

Lesson 3

Lesson 1 haben wir direkt verspeist. Lesson 2 und 3 wurden auf einem Teller hübsch angerichtet.

Lesson 4 hätte ich fast vergessen zu fotografieren.

Es war alles super lecker. Ich bin gespannt ob ich alle Zutaten dafür auch in Deutschland finde.

In Battambang, um Battambang und drumherum

Gestern war ich mit Scoopy dem Motorroller unterwegs …

… und heute mit einer Rennmaschine in rosa …

… mit Shimanokomponenten!

Ich bin einige Sehenswürdigkeiten gezielt angefahren, teilweise bin ich aber einfach auf gut Glück rumgefahren und habe geschaut was ich so entdecke.

Zum Teil ging’s am Fluss lang …

… es gab wieder viele Tempel zu sehen …

… aber auch einige Moscheen.

Ich hatte tolle Ausblicke …

… viele schöne Details …

… mehr Pyjamas …

… und einen Regenschauer.

Eine tolle Abendveranstaltung habe ich auch besucht. Eine Vorführung im Zirkus, der ein soziales Projekt ist und jungen Menschen eine Ausbildung bietet. War sehr schön.

Das Wartezimmer

Gegenüber meines Hostels ist eine Zahnarztpraxis und da habe ich heute mal neugierig reingeschaut. Ich wollte mir die Praxis kurz zeigen lassen. Der Inhaber kam auch gleich auf mich zu, da Langnasen wie ich eher selten dort auftauchen. Er meinte wenn ich warten würde bis er die Patientin behandelt hat zeigt er mir gerne das Behandlungszimmer.

So saß ich dann im Wartezimmer …

… und habe irgendeine kambodschanische Fernsehserie geschaut …

… als mich ein älterer Herr ansprach und fragte ob ich verstehen würde, was da im Fernsehen läuft.

Daraufhin habe ich mich bestimmt eine halbe Stunde mit ihm unterhalten. Naja, besser gesagt er hat mir seine Lebensgeschichte erzählt. Er musste 1991 vor den Roten Khmer fliehen, stand ohne Pass und nur mit seinen Kleidern am Leib an der thailändischen Grenze. Heute lebt er in den USA. Eine dramatische und sehr bewegende Geschichte.

Beim Zahnarzt war er, weil seine Frau eine neue Brücke bekommt. Er hatte sich wohl die Frontzähne im Oberkiefer bereits machen lassen. Preis 900 $ bei ihm 1.300 $ bei seiner Frau. In den USA muss man für die gleiche Behandlung sicherlich eine Null dranhängen.

Mit dem Zahnarzt habe ich natürlich auch noch kurz gesprochen. Er kennt sogar Sirona und arbeitet mit einer W&H Turbine.

Das zweite Wartezimmer des Tages war beim Friseur. Ich habe mich rasieren lassen.

Bamboo Train

Das Wort Zug im Namen Bambuszug ist vielleicht etwas irreführend, denn es handelt sich nur um einen Wagen. Dieser besteht aus zwei Achsen, auf denen eine Art Plattform aus Bambus aufgesetzt wird. Angetrieben wird das Ganze von einem 6-PS-Motor.

Als ich mit meinem Motorroller ankam waren keine anderen Touristen vor Ort und so musste ich warten bis noch jemand kam. So lange habe ich den Fahrern beim Kartenspielen zugesehen.

Zum Glück kam relativ schnell zwei Tuk-Tuks mit einer Familie und so ging’s dann los. Die Wagen wurden vorbereitet, jeder bekam ein Sitzkissen und es wurde hochbeschleunigt.

Laut meines Handys sind wir knapp 30 km/h gefahren, jedoch kam es mir viel schneller vor.

Unterwegs kam uns ein anderer Wagen entgegen. Das hieß anhalten, einen Wagen von den Gleisen nehmen, vorbeifahren, Wagen wieder auf die Gleise setzen, weiterfahren.

Da fast der komplette Bahnbetrieb in Kambodscha eingestellt wurde, ist dies wohl eine kostengünstige Art von A nach B zu kommen, oder Waren zu transportieren. Der Zug mit dem ich gefahren bin ist natürlich speziell für Touristen, aber wohl auf Originalwagen.

Am Wendepunkt ist dann Andenkenseinkauf angesagt. Glücklicherweise war die französische Familie dabei, die fleißig gekauft hat. Ich habe dafür ein tolles Pyjamafoto der Verkäuferin gemacht.

Auf dem Rückweg mussten wir nochmal den Wagen vom Gleis nehmen. Die Jungs kamen bei der Hitze ganz schön ins Schwitzen.

Die Fahrt war definitiv ein Erlebnis. Ich denke wenn ich in Vietnam bin werde ich dann wieder Zug fahren. Dort allerdings mit einem richtig großen Zug.

6.000.000 Fledermäuse

Da kann ich gar nicht viel schreiben, das müsst Ihr sehen.

Südlich von Battambang gibt es eine Höhle, aus der jeden Abend ca. 6.000.000 Fledermäuse rausfliegen, um auf die Jagd zu gehen.

Battambang

Vom eher hektischen Siem Reap bin ich heute ins etwas ruhigere Battambang gefahren. Gerne hätte ich das Boot genommen, aber der Wasserstand ist zu niedrig. Zum einen hat es zu wenig geregnet, zum anderen haben die Chinesen wohl irgendwo einen Damm gebaut.

So saß ich vier Stunden im Bus. Grüne Reisfelder soweit das Auge reicht.

In Battambang habe ich dann einen Spaziergang durch die „Altstadt“ gemacht. Man kann sich online eine Wegbeschreibung inklusive einer Erklärung der wichtigsten Gebäude herunterladen.

Wer gerne mitlesen möchte, hier der Link.

http://www.ka-tours.org/MAP4%20bb%20oct12%20en.pdf

Also los geht’s:

1 Wat Pipethram

2 Building of the Cantonese Association

3 Markt Psar Nath

4 Shophouses next to Chinese Tempel

5 Chinese Temple

6 Corner Building and Villa

7 Street 2 1/2 Series of shop houses

8 Chinese School

9 Buffalo Alley

10 Battambang Cinema

11 School Pi Thnou

12 Apartment Building

13 Sangker Cinema and Battambang Warehouse

14 Departement of Land Management

15 Wat Damrey Sor

16 Former Canal

Ich habe noch ein paar andere Gebäude fotografiert, zu denen gibt es aber keine Erklärung.

Bahnhof

Flusspromenade

Krankenhaus

Touristeninformation

Abends war ich dann noch in einem Kochkurs, doch davon dann im nächsten Blogeintrag. Hier der „Cliffhanger“ – das haben wir alles gekocht.

Bild des Tages ist ein schlafender Busfahrer.