Es gibt an fast jeder Ecke was zu essen, somit hätte ich auch jeden Tag irgendwo anders essen können, doch zumindest ein Mal pro Tag war ich in meinem Lieblingsrestaurant. Da hab ich mich irgendwie gut gefühlt und ich kam mir als „Stammgast“ irgendwie wie ein Einheimischer vor. Grins.
Restaurant ohne Namen
Es war zwar selten viel los, aber das Essen war lecker.
ChowmenThukpa
Natürlich habe ich auch unterwegs immer wieder mal Samosas oder andere frittierte Leckereien gekauft, oder unterschiedliche Momovarianten probiert. Die vegetarische Variante gab’s ja ganz am Anfang des Blogs zu sehen.
Nach einem Tag, den ich fast nur auf meiner Terrasse verbracht hatte, bin ich heute schon um 5:30 Uhr aufgestanden und kurz darauf bereits Richtung Pullahari Gompa unterwegs gewesen. Diese Gompa liegt etwas erhöht und ungefähr 5 km von meiner Unterkunft entfernt.
Sonnenaufgang in Kathmandu
Es sind bereits sehr viele Menschen unterwegs, aber wie mir scheint noch eher zu Fuß. Somit strahlt die Stadt noch etwas ruhiges und verschlafenes aus. Vielleicht war ich auch einfach nur in einem Wohngebiet unterwegs und da ist nie mehr los.
Wie dem auch sei, ich habe es sehr genossen zeitig unterwegs zu sein.
Je näher ich meinem Ziel kam umso grüner würde es. Immer mehr kleine Gärten waren zu sehen oder im Vorgarten wurde Gemüse oder gar Mais angebaut.
Von edlen Häusern bis zu kleinen Lehmhütten war alles zu finden.
Luxushaus
Kurz vor dem Aufstieg bin ich auf einen lustigen Verkehrsübungsplatz gestoßen. Wir hatten uns bereits vor kurzem gefragt wie man hier wohl seinen Führerschein macht und ob Dauerhupen beim Überholen zu den Prüfungsaufgaben zählt.
Auf dem Weg nach oben habe einige Jogger getroffen, somit war ich nicht der Einzige, der ins schwitzen kam.
Pullahari Gompa ist wohl auch ein Meditationszentrum. Hier haben bereits morgens kleine Jungs in Mönchsgewändern die Wege gekehrt. Alles sehr sauber und aufgeräumt.
Pullahari Gompa
Danach habe ich mich erst mal an einer Stelle mit guter Aussicht über die Stadt gesetzt und Kathmandu von oben betrachtet.
Von hier aus konnte ich auch den Flughafen beobachten und den Flugzeugen beim Start und der Landung zusehen.
Langsam ging ich weiter Richtung Kopan Kloster.
Gebetsfahnen im Kiefernwald mitten in Kathmandu
Dort habe ich dann auch einen Mönch getroffen, der etwas Englisch konnte und mir die Gebetshalle zeigte.
Kopan Kloster
Danach bin dann gefühlt einmal quer durch die Stadt, bis ich an der Rückseite von Pashupatinath war. Auf meiner Karte habe ich zu meinem Erstaunen gesehen, dass hier ein kleiner Hügel ist, der KAILASH heißt. Da bin ich doch gleich hoch und habe nochmal eine Kora gemacht.
Kailash
Danach ging’s dann nach Hause auf die Terrasse. Ich war in Summe dann fast 8 Std. unterwegs und ganz schön geschafft.
Pashupatinath ist ein hinduistischer Tempel in Kathmandu, den ich mit Katharina und Simone besucht habe.
Von Boudha bin ich mit dem Bus ins Zentrum gefahren, Ratna Park und von dort zu Fuß zu ihrem Hotel.
Auch zum Pashupatinath waren wir per pedes unterwegs, denn wir wollten vom bunten Treiben in der Stadt was mitkriegen.
Kleiner SchreinOpfergaben auf der Straße
Unterwegs tranken wir frisch gepressten Zuckerrohrsaft als Stärkung.
Am Tempel angelangt wurden wir darauf hingewiesen, dass für uns Touristen, oder besser gesagt Nicht-Hindus, nicht alle Bereiche zugänglich sind. Trotzdem haben wir viel beeindruckendes gesehen.
EingangstorImpressionenHeilige Kuh auf dem Tempelgelände
Da wir am freien Tag der Nepali, also dem Samstag, am Tempel waren fanden viele Trauerfeiern und Verbrennungen der Verstorbenen statt.
Eigentlich wollte ich ja in das Guesthouse am Kolster ziehen, wie vor der Trekking-Tour, doch irgendwas lief mit der Buchung schief und so bin ich hier auf „meiner“ wunderschönen Dachterrasse gelandet.
Mit Blick auf die Boudha Stupa, einem Bad, einer Küche und meinem lichtdurchfluteten Zimmer.
Hier fühle ich mich sehr wohl und habe deshalb mein Hotelzimmer in Thamel erst mal storniert und werde erst die letzten drei Nächte ins Stadtzentrum ziehen.
Unser Flug von Simikot nach Nepalgunj ging um 7:00 Uhr. Morgens ist es meist windstill, also perfektes Flugwetter. Wir sollten um 6:00 Uhr vor Ort sein, somit sind wir um 5:55 Uhr losgelaufen 🙂 Kurze Wege sage ich da nur.
Die Sicherheitskontrolle wurde komplett von Hand durchgeführt, also bei Gepäck und Personen. Das Gepäck wurde dann mit einer großen Personenwaage – digital – gewogen und das zu zahlende Übergepäck darauf vermerkt. Pro Kilo haben wir 50 Rupien gezahlt, dies entspricht etwa 40 Cent.
Gate gab’s auch nur eines, aber wer schon mal ab Mannheim geflogen ist kennt das ja auch.
Und unser Gepäck wurde professionell auf einem Wagen zum Flieger gebracht.
Nachdem unsere Maschine gelandet war ging alles extrem schnell. Gepäck rein, wir rein und starten.
An Bord wurden wir von der Stewardess darauf aufmerksam gemacht, dass wir die Sicherheitshinweise auf dem Hinweiszettel in der Sitztasche vor uns lesen sollten. Mehr nicht. Ach, sie hat uns noch Watte als Schallschutz für die Ohren, sowie Bonbons verteilt.
Auf dem Rollfeld habe ich übrigens noch was hübsches entdeckt.
Da es relativ bewölkt war hatten wir ein paar Turbulenzen, doch alles in allem fand ich es einen angenehmen Flug.
Die letzten Berge vor wir ins nepalesische Flachland kommenÜber den Wolken …
Im Anflug auf Nepalgunj sah alles auf einmal so anders aus. Nach fast drei Wochen in den Bergen, mit wenigen Menschen, empfand ich diesen Anblick als eher befremdlich.
Die Temperatur in Nepalgunj war natürlich deutlich höher als in den Bergen, zum Glück war es noch früh am Tag. 7:38 Uhr.
Und noch ein paar Bilder vom Flughafen:
Angebotene LeistungenGepäckband
Unser Kleinbus war bereits vor Ort, so dass es direkt weiter gehen konnte. Wir haben noch schnell Wasser und ein paar Samosas gekauft, um zumindest für den ersten Teil unserer 14-Stunden-Fahrt versorgt zu sein.
Samosa und noch was anderes frittiertes
Auf dem ersten Teilstück war noch wenig Verkehr. Wir kamen durch einen Nationalpark und fuhren generell durch dünn besiedeltes Land. Je näher wir nach Kathmandu kamen, umso kurviger würde es und umso mehr Verkehr gab’s. Am Schluss kamen wir vielleicht im Schnitt auf 25 km/h und zwischendurch mörderische Überholmanöver. Dagegen war der Flug ein Spaziergang.
Es waren hauptsächlich Lkws, Busse und Motorräder unterwegs
Gegen 22 Uhr war ich dann glücklich in meinem Bett.
Wir sind einen Tag früher als ursprünglich geplant in Simikot angekommen, doch das gab uns ausreichend Zeit etwas zu entspannen, Flugzeuge und Hubschrauber zu schauen und einen Café zu trinken.
Mein Zimmer mit dezenter StoffverkleidungEinkaufsstraßeVon Mobiltelefon bis Computer alles erhältlichSchüler beim Fußballspielen. Messi ist hier ganz groß.SonnenkochplatteImpressionenBlick auf SimikotImpressionenEtagenwohnungenNeubaugebietEtwa 20 Personen können hier mitfliegenHubschrauber, die täglich zwischen Simikot und Hilsa fliegen
So könnte unser Start morgen auch aussehen. Ich hoffe, dass man das Video abspielen kann.
Fehler
Dieses Video existiert nicht
PS: Hier noch eine Auswahl der kürzesten Airstrips in den Bergen
Der erste Weg führte uns hoch in Kermis Zentrum, um von dort aus zu den heißen Quellen zu kommen.
Kermis OrtskernTypisch nepalesische Leitern, die aus einem kompletten Baumstamm hergestellt werdenBienenstöckeEinflugschneiseWarmwasserpool, in dem wir baden waren
Auf unserem weiteren Weg wechselten sich ursprünglicher Weg und Straße inkl. Bauarbeiten ab.
So schön kann es seinStraßenbau
Wir liefen noch relativ lange am Fluss entlang, bevor es zum letzten „Short-cut“ oder besser gesagt „super-steilen“ Anstieg ging.
Dieser letzte Anstieg war mental für mich glaube ich fast der schwerste. Gefühlt dachte ich sicherlich 10 Mal, dass ich nach der nächsten Kurve oben angelangt sei, doch es dauerte ewig. Wir hatten aber lange Zeit Begleitung durch Schulkinder, die uns auf ihrem Heimweg überholten und ihr Englisch mit uns übten.
Irgendwann hatten wir es dann tatsächlich geschafft. Der Blick auf Simikot und seinen Airstrip ließ unsere Herzen höher schlagen.
Bei Sonnenschein sieht die Welt doch gleich ganz anders aus.
Allmorgendliches Packen
Frühstücksbuffet Die Blütenpracht kommt mit der Sonne erst so richtig zur Geltung
Zum Großteil soll’s heute bergab gehen und so starten wir hochmotiviert.
Ein letzter Blick auf den SchneeBirken und RhododendrenOh wie schönHütte dieses Mal mit Plastikplane
Monika war uns ja immer ein Stück voraus und hat hier sogar für die Nachzügler einen Wegweiser gelegt.
The Road to KermiWilder FlussGrüne WiesenBlick auf Kermi
Hier verläuft bereits eine nutzbare Schotterstraße, was dem letzten Stück natürlich den Charme nimmt. Doch der Fortschritt hält auch in den nepalesischen Bergen Einzug und bringt den Menschen, die hier ein hartes Leben führen, hoffentlich etwas Gutes.
In Kermi gab’s dann ein großes Dal Bhat, das hier gekocht wurde.
Unser heutiger Pass geht über fast 5.000 m, d.h. Schnee und dünne Luft stehen an.
Der Blick aus dem Zelt zeigt gutes Wetter, somit steht einer erfolgreichen Passüberquerung nichts mehr im Wege.
Naja, wir brauchen auch noch was zu Essen. Unser Horseman hat wieder einmal eine super Feuerstelle gezaubert, auf der er uns mit Yakdungfeuer Wasser gekocht hat.
Beim Aufstieg mussten wir immer wieder Schneefelder überqueren, doch selbst unsere Maultiere sind gut durchgekommen.
Blick zurück ins TalMaultiere im SchneeDie ersten Blüten auf fast 5.000 m HöhePasshöhe
Beim Abstieg war der Schnee bereits teilweise sehr weich und so versuchten wir möglichst zügig die Schneefelder hinter uns zu lassen.
Unten am Bergsee in einer kleinen Steinhütte machten wir in der Sonne Pause und stärkten uns mit Pumpernickel und „Nussen“ (@WadenCaro).
Diese Hütte wird von Nomaden bei Benutzung mit einer Plastikfolie als Dach überzogen
Unsere letzte Wegstrecke dieser Etappe war leider nicht mehr so schön, denn Regen setze ein.
Doch wir nutzen eine kleine Regenpause um unsere Zelte aufzubauen und hatten so alles trocken verstaut.
Und schon bald hatte der Regenspuk ein Ende. Es sollte auch der einzige Regen der Trekkingreise bleiben.
Der Morgen an unserem Übernachtungsplatz war genauso schön wie der Vorabend.
Packen in der MorgensonneYakherde auf dem Weg zu den Hochwiesen
Eines unserer Maultier stärkt sich noch bevor es losgeht
Beim Packen kam dann etwas Unruhe auf, denn es hieß wir müssten heute den Fluss durchqueren. Somit haben wir nochmal so umgepackt, dass all unsere Sachen möglichst wasserdicht verstaut waren, falls wir ins Wasser stürzen sollten.
Zunächst ging es jedoch hinter unserem Horseman her, der uns zur besten Flussquerungsstelle führte.
Falsche Richtung KatharinaHorseman und unsere Maultiere
Wir mussten einen kurzen, sehr steilen Anstieg im Sand hoch, bevor sich vor uns eine weitere Ebene auftat und wir den Flussabschnitt sahen, den es zu queren galt.
Somit mussten wir unsere Hosen sowie Wanderschuhe ausziehen, die Trekkingsandalen anziehen und durch den eiskalten Fluss waten. Es war jedoch nicht so schlimm wie angekündigt, denn manchmal sei das Wasser hier hüfthoch, doch mit Mitte Unterschenkel lagen wir gut im Rennen.
Wir stiegen weiter am Limi Khola auf und hatten nach kaum 4 Std. unsere kürzeste Etappe geschafft.
Bergsee nach der FlussdurchquerungBlick zurück ins TalUnser „Campingplatz“
Mein Zelt
Es war ein herrlicher Nachmittag zum Ausspannen und ein wenig Yoga für meinen Rücken habe ich auch gemacht.
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