Tattoo

Ich habe gestern bei einer Italienerin ein aussagekräftiges Tattoo gesehen. Es waren zwei deutsche Wörter, die es so auf Italienisch gar nicht gibt. Deshalb hat sie sich das Tattoo stechen lassen.

Es drückt auch meine momentane Gefühlslage ganz gut aus.

Ich freue mich auf zu Hause und bin irgendwie aufgeregt zurückzufliegen. Mein Reiseendspurt hat begonnen, denn morgen geht es für zwei Wochen nach Vietnam und dann zurück in die Heimat.

Doch ich weiß auch, dass ich wieder Fernweh bekommen werde und mich auf eine zukünftige Reise sicherlich freue.

Dschungelwanderung

Wir haben gestern eine Wanderung am Rand des Virachey National Park gemacht. Dies ist bereits wieder Grenzgebiet zu Laos.

Zunächst mussten wir mit einem Tuk-Tuk auf einer Schlammstraße zur Bootsanlegestelle fahren.

Dort sind wir dann auf ein kleines Boot gestiegen und eine gute halbe Stunde flussaufwärts geschippert.

Von hieraus sind wir erst über Reisfelder gelaufen …

… bevor es in den Wald oder Dschungel ging.

Nach gut zwei Stunden waren wir dann an unserem Ziel, einem Wasserfall angekommen …

… wo wir uns dann in die Fluten stürzten.

Dieses Bild ist speziell für Regine aufgenommen.

Nach einer Stärkung mussten wir dann zurück.

Wir haben viele Vögel gehört, leider keine gesehen. Klag aber alles sehr exotisch.

Zumindest sahen wir noch ein paar Nutztiere auf dem Heimweg.

Zum Abschluss kamen wir an dem Friedhof eines Stammes vorbei. Sah sehr abgefahren aus.

Als wir zurückkamen war es bereits dunkel und ich ganz schön müde.

Ban Lung

Heute Morgen ging’s auf toller Straße und ausnahmsweise mit einem defensiv fahrenden Busfahrer von Sen Monorom nach Ban Lung. Dies ist meine letzte Station in Kambodscha.

Da das Wetter durchwachsen war, habe ich mich in meinem kleinen „Homestay“ mit der Inhaberin zunächst länger unterhalten, bevor ich dann doch noch einen kleinen Ausflug zu einem Kratersee mit einem Tuk-Tuk gemacht habe.

Das Wasser war extrem klar und auch schön warm, jedoch trotzdem erfrischend.

Eigentlich hätte ich mit Schwimmweste ins Wasser gehen sollen. Aber es hat niemand kontrolliert.

PS: Ich habe mich heute über die Pyjamamode erkundigt. Die Antwort gefällt mir sehr. Jeder zieht das an, was ihm oder ihr gefällt und bequem ist. Die Kleidung ist nicht so wichtig, so lange es nicht zu sexy ist. Das geht nämlich gar nicht. Ein Pyjama, der ein Komplettoutfit darstellt kostet ungefähr so viel wie eine Jeans. Somit ist ebensfalls der günstigste Preis für mache ein Grund sich für diese bequeme Tagesbekleidung zu entscheiden.

Elephant Valley Project (EVP)

Das Projekt kümmert sich um Elefanten, die entweder verwundet waren oder von ihren Eigentümern nicht mehr zur Arbeit im Wald oder auf dem Feld genutzt werden. Diese geben ihre Elefanten dann in „Langzeitpflege“ zum EVP. Die Besitzer kommen wohl trotzdem immer wieder vorbei und schauen nach ihren Elefanten.

Einige der Elefanten hat EVP, so wie sie es nennen „gerettet“, also ihren Eigentümern abgekauft.

Jeder Elefant wird von einem Mahout betreut. So leben die Elefanten nun möglichst „wild“ im Dschungel in kleinen Gruppen. Dort können sie sich in den gepachteten Urwaldflächen „frei“ bewegen und führen ein gutes Leben.

Als Besucher kann man unterschiedliche Programme buchen. Ich hatte einen „Elephant Lover Day“ mir ausgesucht, der sowohl ein Treffen vormittags sowie nachmittags mit einer Elefantengruppe beinhaltete.

Wir haben den Elefanten beim Waschen zugesehen und wie sie dann weiter durch den Dschungel auf Futtersuche gestreift sind.

Füttern unsererseits oder anfassen durften wir die Elefanten nicht, da das Projekt darauf basiert, dass die Elefanten möglichst so leben wie sie dies in freier Wildbahn auch täten.

Trotzdem waren wir ganz nah dran und konnten sie sehr gut beobachten.

Heute gibt’s einfach noch ein paar Videos extra, weil die Elefanten so süß sind.

Sing Song zum Bousra Wasserfall

Ich bin gestern von Kratie nach Sen Monorom gefahren und war gegen Mittag hier. Danach habe ich mir ein Moped ausgeliehen um zum Bousra Wasserfall zu fahren. Das Wetter sah etwas durchwachsen aus, aber da ich nur einen Tag hier eingeplant habe wollte ich natürlich noch etwas unternehmen.

Leider hat es nach 20 Kilometern angefangen zu regnen. Oder vielleicht sollte ich doch lieber sagen „Gott sei Dank“.

Denn wir hielten in einem kleinen Restaurant und haben dort gegessen. Bald kam der Hausherr mit einem Freund und hat uns direkt auf ein Bier eingeladen.

Und es kam noch besser. Hier ist Karaoke ganz hoch im Kurs und gefühlt hat jeder einen riesigen Lautsprecher und Bluetooth Mikrofone im Haus. Somit haben wir bestimmt eine Stunde gesungen.

Unser Gastgeber auf Khmer, Claire und Antoine auf Französisch, ich auf Deutsch und gemeinsam auf Englisch. Es war sehr lustig, auch wenn die ganze Nachbarschaft beschallt wurde.

Dies ist das Handy mit einem Khmer Karaokelied.

Als es aufgehört hat zu regnen waren wir noch beim Wasserfall.

Und auf dem Rückweg noch an einem tollen Aussichtspunkt.

Doch das Highlight des Tages war definitiv „Sing Song“.

Schulbeginn auf kambodschanisch

Der Unterricht beginnt um 7:00 Uhr und die Kinder sind natürlich schon früher vor Ort.

6:50 Uhr stellen sie sich dann im Hof auf und es wird offiziell. Die kambodschanische Flagge wird gehisst.

Ein paar Straßen weiter war eine Schule mit dem Abschlussjahrgang. Die Zufahrt war von der Polizei abgesperrt, da die letzten zwei Tage dort die Abschlussprüfungen waren.

Mekongrunde

Zum Turtle Conversation Center waren es von meiner Unterkunft ungefähr 40 Kilometer zu fahren.

Da ich nicht denselben Weg zurückfahren wollte habe ich mit einer kleinen Fähre übergesetzt und bin auf der gegenüberliegenden Seite unterwegs gewesen.

Diese Brücke war zum Glück nur die alte Straße. Aber ich stand davor und dachte kurz, dass ich tatsächlich da drüber fahren muss.

Auf dem Weg gab’s als kleine Erfrischung Zuckerrohrsaft mit einem Spritzer Zitrone.

Von dieser Mekongseite konnte man ganz hervorragend den überschwemmten Wald sehen.

Ich dachte eigentlich, dass die Straße auf der Gegenseite auch geteert wäre, aber es war alles Staubstraße. Dementsprechend sah ich am Abend dann auch aus.

Bei der Rückfahrt über den Mekong war das Boot dann eine richtige Fähre.

Der Kassierer hatte einen tollen Hut auf. Thomas würde ihn Wüstenfuchs nennen. Rosa mit weißen Punkten fand ich eine schöne Kombination.

Dass ihr nicht auf Entzug kommt noch ein Tempel am Ortseingang von Kratie.

Die Bilder des Tages sind Hinweisschilder, die man auch ohne Fremdsprachenkenntnisse versteht.

Weichschildkröten

Ich bin heute mit dem Moped am Mekong entlang zu einem Turtle Conversation Center gefahren. Die Weichschildkröten im Mekong sind vom Aussterben bedroht. Seit 2007 kümmern sich Leute darum, dass die Nester geschützt werden und seit 2011 gibt es dieses Zentrum.

Man darf sich darunter nichts großes vorstellen. Es handelt sich um einen Raum in dem sich ein paar Wasserbecken befinden und einige Bilder an der Wand.

Ich hatte das Glück, dass ich eine private Führung erhalten habe.

Das Zentrum wird auch für Aufklärungsarbeit genutzt. Schulklassen werden eingeladen, aber die Mitarbeiter des Zentrums fahren auch in Schulen und die Dörfer hinaus.

Das Zentrum ist auf dem Gelände eines Klosters.

Sie nutzen somit auch den Einfluss der buddhistischen Mönche, die unterstützen das Schutzprojekt ebenfalls.

Die Schildkröten legen ihre Eier in der Trockenzeit in den Sand. Das Nest wird dann mit Netzen markiert und vor Fressfeinden geschützt.

Wenn die Schildkröten schlüpfen werden sie zum Zentrum gebracht, wo sie knapp ein Jahr bleiben. Danach werden sie in den Mekong entlassen. Dies waren wohl seit 2007 knapp 10.000 Schildkröten.

Die Schildkröten leben hauptsächlich im Schlamm und warten, dass Fische vorbei schwimmen, die sie dann fressen. Ein ausgewachsenes Tier sieht so aus.

Zum Abschluss wurde mir dann noch ein kurzes Video gezeigt. Es stand ein Stuhl vor einem Fernseher über der Ausgangstür.

Es scheint mir ein tolles Projekt zu sein, das sich auch stark durch die Eintrittsgelder finanziert. Doch glaube ich nicht, dass all zu viele Touristen sich dorthin verirren, denn es ist schon etwas ab vom Schuss.

Irawadidelfine und Inselidylle

Von Kratie aus kann man eine Kajaktour auf dem Mekong machen um die Delphine zu sehen. Das habe ich heute Vormittag getan.

Wir sind mit einem Kleinlaster und den Kajaks ein ziemliches Stück flussaufwärts gefahren, damit wir nicht so viel gegen die Strömung paddeln mussten.

Da wir ein paar Mal die Mekongseite wechselten, war es für mich ungeübten Paddler durchaus anstrengend. Aber ich saß im Boot mit unserem Guide, so dass ich zumindest professionelle Unterstützung hatte.

Wir waren dann bestimmt eine Stunde in der Gegend wo die Delfine sich aktuell aufhalten und sie sind ganz in unserer Nähe zum Luftholen aufgetaucht.

Das schöne war, dass bei Kratie wohl etwa 35 Delfine leben und wir Gruppen von bis zu sechs Tieren gemeinsam schwimmen sehen haben.

Zurück in Kratie gab’s Mittagessen und dann bin ich direkt noch auf eine kleine Mekonginsel, auf die man mit dem Boot übersetzt.

Dort habe ich mir ein Rad ausgeliehen und einmal die Insel umrundet.

Alles sehr ruhig, entspannt und idyllisch.

Auf der Rückfahrt hatten wir noch einen schönen Blick auf Kraties Mekongpromenade.

Zum Abschluss die Trophäen meiner heutigen „Pyjamajagd“.