Phong Nha

Phong Nha ist bekannt für seine Höhlen. Es werden unzählige Touren durch die unterschiedlichen Höhlen angeboten. Die größte ist die Son Doong Höhle, die allerdings nur eine sehr begrenzte Anzahl von Touristen besuchen darf, da unter speziellem Schutz steht. Sie so groß ist, dass sie im Höhlensystem Seen, Urwald und Flüsse hat.

Die Phong Nha Höhle ist somit für Besucher wie mich das größte Highlight, da man mit dem Boot komplett durch die Höhle fahren kann. Normalerweise, doch wegen des Regens ist der Pegelstand zu hoch und man konnte sie nicht wirklich besuchen.

So habe ich beschlossen eine Dschungelwanderung zu machen, bei der man eine Höhle zu Fuß besichtigte, in eine Andere reinschwimmen konnte und noch an einem kleinen See zum Baden auf halber Strecke vorbeikam.

Die Anfahrt erfolgte im alten Bus auf einem inzwischen geteerten Teilstück des Ho-Chi-Minh-Trails.

Die Elefantenhöhle hatte Tropfsteine, die wie ein Elefant aussehen sollten, aber ehrlich gesagt habe ich das nicht gesehen.

War aber trotzdem eine faszinierende und echt große Höhle.

Auf dem weiteren Weg durch den Dschungel ging’s immer wieder durch Bäche und fleißig bergauf und bergab.

Von den Aktivitäten im Wasser gibt’s natürlich keine Fotos.

Wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter, denn der Regen kam, als wir wieder im Bus saßen.

Ach, das Essen hätte ich fast vergessen. Wir haben uns selber sehr leckere, frische Frühlingsrollen gerollt.

Jetzt warte ich auf den Bus. Bin gespannt wie ich im Nachtbus nach Ninh Binh schlafen werde.

DMZ Tour

Ich habe auf dem Weg zu meinem nächsten Stopp in Phong Nha noch eine geschichtsträchtige Tour eingebaut.

DMZ steht für Demilitarized Zone. Dabei handelt es sich um den Streifen Land zwischen dem früheren Nord- und Südvietnam, der später zum zentralen Kriegsschauplatz wurde.

Der erste Halt war der Rockpile Hill. Ein Berg auf dem zur Kriegszeit ein Helikopterlandeplatz war und amerikanische Soldaten Ausschau hielten.

Von dort ging’s weiter zum Ho-Chi-Minh-Trail. Dieses Pfadsystem verlief auch durch Laos und Kambodscha und darüber wurden Waffen, Lebensmittel etc. von Nord nach Süd gebracht. Heute steht hier ein Denkmal und eine Brücke, deren Vorgängermodell Fidel Castro gesponsert hatte.

Dann waren wir auch schon fast an der laotischen Grenze, wo die amerikanische Militärbasis inklusive eines Flughafens mal war.

Dort befindet sich heute ein kleines Museum und Kriegsrelikte.

Nach dem Mittagessen sind wir dann an der alten Grenzbrücke zwischen Nord- und Südvietnam vorbeigefahren, die in unterschiedlichen Farben gestrichen ist. Jedes Land hat seinen Teil der Brücke bis zur Mitte verwaltet.

Der spannendste Teil der Tour waren die Tunnel von Vinh Moc. Dieses Tunnelsystem haben die Vietnamesen als Bunker gebaut. Es gibt 3 Ebenen, wobei die tiefste Ebene bis auf 23 m unter die Erde geht.

Es haben über sechs Jahre ungefähr 600 Menschen hier gelebt. Der Vater unseres Guides wurde in den Tunneln geboren.

Das Leben außerhalb hat nur nachts stattgefunden. Also das Ausbauen der Tunnel, Fischen, etwas Gemüseanbau etc. Da die Tunnel am Meer liegen, ist man wenn man den untersten Tunnelausgang nimmt direkt am Strand.

Unsere letzte Station war ein Friedhof, der den unbekannten, gefallenen Soldaten Nordvietnams zu Ehren erbaut wurde.

Danach wurde ich an einem Restaurant abgesetzt, wo ich auf meinen Bus nach Phong Nha warten musste. Das war etwas nervenaufreibend, da zunächst der Bus ewig nicht kam und dann der Busfahrer mich nicht mitnehmen wollte. Mein Hostel, über das ich gebucht habe, hat dies zu Glück geklärt und so sitze ich jetzt im Bus und komme hoffentlich da an wo ich hin will. Ich fahre zumindest Richtung Norden und das stimmt schon mal.

Bonustag in Hué

Der Taifun hat alles etwas durcheinandergebracht. Die Tour, die ich gerne gemacht hätte wurde nicht angeboten und ob die Busse fahren würden war unklar und so habe ich mich entschieden in Hué einen Tag länger zu bleiben.

Morgens sah das Wetter dann gar nicht so schlecht aus und laut der Einheimischen war der Taifun nachts schneller als erwartet vorbeigezogen. Das hat mich riesig gefreut, denn somit kann ich morgen, die für eigentlich heute geplante Tour machen und hatte noch einen sonnigen Tag in Hué.

Ich bin durch die Stadt zu einer Pagode gelaufen, die am Stadtrand liegt.

Unterwegs gab’s ein Banh My, ein belegtes Brötchen mit Ei und tollen Saucen. Man beachte die tolle Verpackung. So funktioniert Recycling.

Die Thien Mu Pagode steht direkt am Song Huang, dem sogenannten Parfümfluss, der durch Hué fließt.

Den Großteil des Rückwegs habe ich dann mit dem Touristenboot zurückgelegt.

Ich habe bei meinem Streifzug durch die Stadt ein Museum des Künstlers Le Ba Dang entdeckt.

Ein sehr spannender Mann, der im Alter von 18 Jahren nach Frankreich ausgewandert ist. Hier ein paar seiner Bilder.

Und er hat sich während des Vietnamkrieges mit seinen Künstlerfreunden für den Frieden eingesetzt.

Zum Schluss habe ich noch das Stadion besichtigt.

Zitadelle von Hué bei Regen

Es zieht aktuell ein Taifun an Vietnam vorbei und somit ist der Regen zurück.

Es hat den ganzen Tag in Strömen geregnet. Zum Glück erst heute, sonst hätte ich nicht mit dem Moped über den Pass fahren können.

Ich habe mich gegen Mittag dann doch aufgerafft noch etwas zu unternehmen und bin im Schutz meines Regenschirms zur Zitadelle gelaufen.

Die Zitadelle war bis 1945 die Residenz der Kaiser der vietnamesischen Nguyê-Dynastie in der damaligen Hauptstadt.

Viel von der Zitadelle wurde im Vietnamkrieg zerstört, doch superschön wieder aufgebaut.

Trotz des Regens war es ein toller Besuch.

Easy Rider

Heute bin ich mit dem Moped von Hoi An nach Hue über den Hai Van Pass, der auch Wolkenpass genannt wird, gefahren.

Vor und nach dem Pass gab es natürlich auch sehr viel zu sehen. Zunächst kam ich bei den Marmorbergen vorbei. Hier gibt es auf einer Anhöhe Tempel und religiös genutzte Höhlen.

Es wird hier auch Marmor abgebaut, um ihn zu tollen Statuen zu verarbeiten.

Mein Weg führte mich dann am Strand von Da Nang entlang. Auf der einen Seite Hochhäuser, auf der anderen feinster Sandstrand und Meer.

Zwischendurch aber auch immer wieder Fischerboote …

… ländliche Gegenden …

… und Brücken.

Am Pass selber war extrem viel los, denn gefühlt fährt jeder Tourist, der hier in der Gegend ist irgendwie über den Pass. Entweder mit dem Moped wie ich, einem Taxi, Tourbus, Jeep oder als Beifahrer auf einem Motorrad. Nur mit dem Fahrrad habe ich niemanden gesehen.

Doch die Aussicht war toll und ich habe sogar den Zug die Küste entlang fahren sehen. Soll der schönste Streckenabschnitt in ganz Vietnam sein.

Von dort ging’s zu Quellen, wo ich mich etwas erfrischt habe.

Dieser Bereich ist komplett mit kleinen Cafés zugebaut, so wie’s aussieht kommen hier am Wochenende auch die Einheimischen für eine kleine Auszeit her.

Ich habe auch mehrere Kirchen auf der Strecke entdeckt, die aussahen als würden sie tatsächlich genutzt werden.

Bereits fast in Hue habe ich eher durch Zufall auf dem Weg zu meinem nächsten Stopp noch das Grab des Königs inklusive einem Tempel entdeckt.

Mein persönliches Highlight kam allerdings danach. Ein verlassenes Spaßbad, das man inoffiziell besichtigen kann. Es hieß zwar es gäbe einen Wachmann, den man mit knapp einem Euro bestechen kann um reinzukommen, doch ich habe keinen angetroffen. Ein sehr abgefahrener Ort, der sich perfekt für Fotoaufnahmen eignen würde.

Die Stecke durch die Stadt zu meinem Hostel hat mich noch an einem kleinen Park vorbeigeführt, an dem ich kurz Halt gemacht habe.

In meinem Hostel ging’s dann direkt mit Programm weiter. Denn sie bieten hier ein gemeinsames vietnamesisches Essen mit Sprachunterricht an. Sehr leckeres Essen und der Unterricht super lustig.

Mein Lieblingsfoto ist heute vom Hintereingang des Parks in dem ich war.

Hoi An

Die Altstadt von Hoi An ist UNESCO Weltkulturerbe und wunderschön. Man kann einen Altstadtpass kaufen und unterschiedliche Gebäude damit besichtigen. Tempel, Versammlungshallen oder auch Wohnhäuser. Der Pass berechtigt einen fünf Sehenswürdigkeiten zu besuchen und an jeder Station wird dann ein Streifen abgetrennt.

Da die Stadt so schön ist und abends mit der Lampionbeleuchtung wildromantisch, sind natürlich auch viele Touristen unterwegs. Nichtsdestotrotz hat mir Hoi An sehr gut gefallen, da sich die Stadt trotz der Touristenmassen eine gewisse Ursprünglichkeit bewahrt hat. Dort wo sich abends Touristen tummeln wird morgens Fisch und Gemüse verkauft.

Wenn man durch die kleinen Gassen streift sieht man wie der Vietnamese lebt.

Die Altstadt ist sogar zu gewissen Uhrzeit für den Verkehr gesperrt, was es sehr angenehm macht dort zu flanieren.

Auch wenn sich auf diesen Straßen die Souvenirläden ballen, so bietet Hoi An doch hochwertige Handarbeiten, Kunst und vieles mehr.

Hier eine Auswahl von meinen Streifzügen durch die Stadt.

Ein Highlight war für mich der Besuch eines Privathauses wo süße, schwarze Sesamsuppe gemacht wurde. Dies geschieht nach altem Familienrezept. Der Vater ist 104 Jahre alt und seine Frau 96. Beide noch sehr fit, doch die Tochter unterstützt inzwischen beim Suppe kochen.

Der Strand von An Bang ist mit dem Rad leicht zu erreichen und man fährt ganz hübsch über Reisfelder und Gemüsegärten ans Meer.

Der Strand selbst ist ein sehr langer Sandstrand, der teilweise zu Hotels oder Restaurants gehört, aber auch noch einige ganz frei zugängliche Stellen hat. Ich war an einem ziemlich verlassenen Abschnitt, was sehr entspannend war.

Auf dem Rückweg ging’s dann wieder über die Felder zurück in die quirlige Stadt.

Somit ist mein Fazit von Hoi An: Eine tolle Stadt, die trotz vieler Touristen, aus meiner Sicht einen Besuch wert ist.

Foto des Tages ist der Mobilfunkladen, denn ich habe mir zum ersten Mal eine lokale SIM-Karte geholt. 5 GB und einen Monat gültig für sechs Euro.

Goldene Brücke

Auf die Ba Na Berge führen mehrere Seilbahnen der Firma Doppelmayr. Hiermit einen herzlich Gruß an alle Gämsen und Gemsen.

Auf dem Berg gibt es nicht nur die Goldene Brücke, sondern auch das Sunworld Resort mit Hotel, Gärten, Restaurants Tempeln und Erlebnispark. Es ist unglaublich. Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Es war eine völlig andere Welt, mit unglaublich vielen asiatischen Touristen.

Gefühlt ist jeder Dritte Besucher eine Bloggerin und setzt sich bestmöglich in Szene.

Es gibt auch überall kleine Arrangements, die für das perfekte Bloggerbild wie gemacht sind.

Die Bergstation liegt auf 1487 m, was bedeutet, dass man einen wunderschönen Blick aufs Meer, Da Nang und die Berge im Hinterland hat.

Und dann wieder im Kontrast dazu eine Art Disneyland oder Europapark inklusive dem French Village …

… Notre Dame mit sich ausruhenden oder chattenden Touristen …

… Bierkeller mit Vietnamesinnen in Dirndln …

… Pagoden, Tempel, Buddhas und Parkanlagen …

… eine Erlebniswelt mit 4D- und 5D-Kino, Freefalltower und Alpine Coaster …

… und natürlich dem Highlight, der Goldenen Brücke.

Unglaublich viele Menschen, die alle das beste Bild von sich, der Brücke, den Händen und der Landschaft ergattern wollen.

Auf dem Weg nach unten lief in der Gondel klassische Musik, man schwebt über dem Urwald und fühlt sich wie in einer Zwischenwelt.

Es war ein sehr bizarres Erlebnis, doch ich bin sehr froh, dass ich es gemacht habe.

In Hoi An gab’s dann Kokosnusseis als Vorspeise, Cam Ga, Hühnchen mit Reis oder Reis mit Hühnchen als Hauptgericht, sowie Mango als Nachspeise.

Hier noch die modischsten Schnappschüsse des Tages.

Einreise Vietnam

Als ich gestern in meinen Bus stiegen war ungefähr acht Vietnamesen mit mir auf dem Weg zur Grenzen. Alle sahen wie geübte Grenzgänger aus.

Nach einer guten Stunde standen wir an der Grenze.

Unsere Ausweise wurden kontrolliert und da ich noch ohne Visum war durfte ich zunächst nicht weiter. Der Grenzbeamte konnte kein Englisch und ich kein Vietnamesisch. Somit könnte es länger dauern, dachte ich. Doch dann holte er sein Smartphone raus, starte „google translate“ und fragte nach meiner Nationalität. „German“ Und was ich hier mache? „Tourist, to visit your beautiful country.“ Danach durfte ich weiter.

Im Grenzhaus wurde dann weiter mit dem Telefon kommuniziert. Und in kürzester Zeit hatte ich meinen Einreisestempel.

Die Fahrt bis zu meinem ersten Stopp verlief unspektakulär und dann würde ich in Pleiku am Busbahnhof abgesetzt. Was wie ich später feststellte gar nicht der Fall war, aber egal. Es stand ein Minibusfahrer da, der mich nach Hoi An bringen wollte. Es sollte auch direkt losgehen und so bin ich eingestiegen. Zunächst haben wir allerdings noch 45 Minuten gekreist um möglichst viele Fahrgäste einzusammeln. Dann ging’s aber los. Inklusive Bordprogramm.

Die Fahrt verlief sehr zäh, denn das es sich um einen „local Bus“ handelte wurde stieg immer wieder jemand zu oder aus. Nach vier Stunden hatte 150 km geschafft und noch 280 km vor mir. Dann dachte ich dass dies meine erste Negativerfahrung des Urlaubs werden würde, denn der Fahrer bog Richtung Süden ab, doch ich musste Richtung Norden. Aber nach fünf Minuten hielt er hat und zeigte mir an, dass ich in einen anderen Minibus umsteigen solle. Er drücke dem anderen Fahrer meinen Rucksack in die Hand und sagte: Hoi An, no money! Toll. Die Asiaten wollen Geschäfte machen und organisieren dann alles, dass es irgendwie passt. Die Strecke war dann meist zweispurig und der Fahrer war ein Teufelskerl.

Die Fahrt war daher turbulent, doch ganz tolle Landschaft. Reisfelder, Berge und Wolkenformationen.

So war ich nach gut fünf Stunden kurz vor Hoi An, wo für mich Endstation war, denn mein Bus fuhr leider nicht in die Stadt rein. So musste ich ein Motorradtaxi nehmen und der leicht angetrunkene Fahrer hat mich glücklicherweise sicher ins Guesthouse gebracht.

Dort habe ich dann Andrew getroffen, den ich aus Laos kenne und wir haben Hoi An bei Nacht gemacht.

Und lecker gegessen. Cao Lau, geschmortes Schwein mit Nudeln und Gemüse, sowie einen Mango Pancake.

Das Bild des Tages ist das modische Highlight aus Vietnam. Partnerlook für die komplette Familie.

Good morning Vietnam

Ich bin nach einer turbulenten Reise in Hoi An angekommen, allerdings bereits heute Morgen um 8:30 Uhr nach Vietnam eingereist.

Mehr dazu die Tage, ich bin nach 14 Stunden in diversen Verkehrsmitteln bettreif.

Hier zumindest noch ein Bild von Hoi An, der Lampionstadt.

Reisevorbereitungen

Morgen geht’s ja auf nach Vietnam. Da habe ich heute einen schönen Balkontag damit verbracht meinen Reiseführer und Reiseblogs zu lesen.

Nicht nur. Ich war morgens super früh wach und da bin ich in die Stadt gelaufen. Irgend ein berühmter Lokalpolitiker ist verstorben und er wurde heute beigesetzt. Deshalb kam der Premierminister mit dem Helikopter eingeflogen.

Viel mehr habe ich davon auch nicht mitbekommen, dafür bin ich noch schnell auf einen Aussichtspunkt.

Dabei kam ich, wie sollte es auch anders sein, an einem Tempel vorbei.

Auf dem Heimweg gab’s dann auch Frühstück …

… wenig später Mittagessen. Ich muss mich für die lange Reise morgen stärken.

Ich habe dem Regen zugeschaut …

… von meinem sonnigen Bungalow aus …

… und auf dem Balkon habe ich mit dem 5-jährigen Sohn der Besitzerin UNO gespielt habe.

Abends bin ich mit meinen beiden Franzosen, die ich immer wieder in Kambodscha getroffen habe zum See im Ort, wo wir ein Abschiedsbier getrunken haben.