Laotische Küche

Nachdem ich gestern gut in Vientiane angekommen bin, hatten meine neuen französischen Freunde, die ich in Vang Vieng kennengelernt hatte einen laotischen Kochkurs für mich mitgebucht.

Madame Phasuk, oder so ähnlich, kam mit ihrem Mann und zwei Autos direkt ans Hotel. Von dort ging’s erst mal zum Markt um die notwendigen Zutaten für unsere drei Gerichte zu kaufen. Oder wie sie meinte für unsere drei „lessons“, also drei Lektionen.

Von dort fuhren wir zu ihr, wo sie ihr Elternhaus zur Kochschule umgebaut hatte.

Es standen folgende Gerichte auf dem Plan:

Tam Mak Hum – Grüner Papayasalat

Lab Khai – Scharfer Schweinefleischsalat

Gebratene weiße Reisnudeln – wie Pha Thai, das laut unserer Lehrerin ein laotisches Gericht ist, das die Thais einfach nur umbenannt haben

Mit strengem Regiment und immer wieder spannenden Geschichten haben wir gemeinsam alles vorbereitet und gekocht. Und das Wichtigste, am Ende auch gegessen. Es war extrem lecker und ich bin gespannt ob ich in Deutschland alle Zutaten finde um mal laotisch zu kochen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Heute stand die Fahrt nach Vientiane an. Auch wenn die Busfahrt nur 4 Stunden dauern sollte (ca. 150 km), wollte ich doch die Zeit vor der Fahrt etwas aktiver verbringen.

So bin ich kurz nach fünf Uhr aufgestanden und noch im Halbdunkeln zu einem Aussichtspunkt unweit meiner Unterkunft.

Um dorthin zu gelangen musste ich mich durch die bereits überschwemmten Reisfelder schlängeln, also auf den kleinen Abtrennungsmäuerchen.

Ich hatte gelesen, dass dieser Aussichtspunkt perfekt zum Beobachten des Sonnenaufgangs sei. Da es jedoch wolkenverhangen und neblig war habe ich die Sonne nicht zu Gesicht bekommen. Die Morgenstimmung gefiel mir trotzdem sehr gut.

Der Heißluftballon war auch schon unterwegs und schwebte im Nebel- und Wolkenmeer.

Hoch hinaus

Auf dem Rückweg zum Hostel mit meinem Fahrrad, habe ich Mitreisende vom Boot in Luang Prabang getroffen. Die erzählten mir, dass sie abends eine Heißluftballonfahrt machen würden.

Sie fragten mich ob ich mitkommen wolle. Da ich etwas Höhenangst habe und auch so überfordert war hab ich erst mal nein gesagt. Auf meiner Hängematte liegend hat es dann in mir gearbeitet. Glücklicherweise hatte ich ihre Nummer und so bin ich in letzter Sekunde noch auf den „Ballon“ aufgesprungen.

Eine viertel Stunde bevor es losgehen sollte hat es noch in Strömen geregnet, aber bis wir an der Startstelle waren kam schon wieder die Sonne durch. Die Jungs hatten alles in Windeseile aufgebaut und los ging’s. Nach oben.

Der Blick in die Weite war unglaublich schön und dabei ging es mir auch gut. Beim direkten Blick nach unten wurde mir allerdings ganz schön mulmig. Ich hatte die Ortungsfunktion an und wir waren auf ca. 700 Meter Höhe. Abzüglich der 270 Meter auf denen Vang Vieng liegt waren wir gut 400 Meter über der Stadt.

Hier noch ein Video für den Gesamteindruck.

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Danach sind wir dann mit glücklich grinsenden Gesichtern zum Abendessen.

Radtour

Ich will bereits seit Tagen ein Fahrrad ausleihen, gestern hab ich’s endlich geschafft.

Damit bin ich ein wenig ins Hinterland von Vang Vieng gefahren mit Etappenziel Kaeng Nyui Wasserfall.

Den Parkplatz vor Ort hatte ich ganz alleine für mich.

Und den Wasserfall somit auch.

Zur Erfrischung bin ich in einen kleinen Pool geschwommen und danach über zwei Tempel zurück in die Hängematte.

Naja, ich habe unterwegs in einem kleinen Lokal eine Nudelsuppe gegessen. Hatte ich hier bisher noch gar nicht.

Geldanlage gefällig?

Wer ein paar Euro auf der hohen Kante hat und nicht so recht weiß was er damit machen soll, für den- oder diejenige/n habe ich hier den ultimativen Anlagetipp.

Ich weiß zwar nicht wo die Inseln sich befinden, aber ruft einfach an. Falls Ihr eine Insel kauft sagt mir bitte Bescheid wann und wo ich zur Einweihungsfeier kommen soll.

Laos-China Railways

Auch hier in Vang Vieng führt die chinesische Schnellzugstrecke vorbei.

Somit wird man bald den Weg, den ich mit dem Bus in gut acht Stunden zurückgelegt habe in einer Stunde schaffen.

Mal schauen was das für das Land bedeutet, wenn die Strecke fertig ist.

Sticky Rice – Klebreis

Klebreis ist das Nationalgericht der Laoten. Egal ob süß oder salzig, morgens oder abends. Klebreis kann man immer essen.

Klebreis kann auf unterschiedliche Art und Weise angebaut werden. Ganz klassisch im Reisfeld mit viel Wasser, so wie man sich Reisanbau vorstellt.

Oder auf brandgerodeten Hängen.

Wenn der Klebreis an Hängen angebaut wird, muss mindestens vier Mal Unkraut gejätet werden, bevor der Reis geerntet werden kann. Dies bedeutet deutlich mehr Arbeit, aber in vielen Gegenden gibt es sonst keine Möglichkeit Reis anzubauen.

Diese brandgerodeten Bereiche sind mir bereits bei der Bootsfahrt aufgefallen.

Und hier nochmal meine Lieblingsnachspeise aus Klebreis.

Vier Höhlen und Kajakfahren

Nachdem das Ausflugsangebot riesig ist und es anscheinend hier zum guten Ton gehört eine Tour mitzumachen, habe ich mich heute ins Getümmel gestürzt.

Besser gesagt in vier Höhlen und ins Wasser.

Die ersten beiden Höhlen, Hai und Loup Höhle könnten wir durchlaufen. Es war zwar sehr rutschig, aber relativ problemlos.

Und vor jeder Höhle stand natürlich ein Buddha.

Die dritte Höhle war zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Daher kommt wohl auch der Name: Water Cave. Wir saßen auf einem Autoreifen und haben uns an einem Seil durch die Höhle gezogen. Deshalb gibt’s auch keine Fotos davon.

Höhle Nummer vier haben wir im Schnelldurchlauf nach dem Mittagessen angeschaut. Die Elefantenhöhle.

Ich hoffe Ihr erkennt alle den Elefanten.

Von hier ging’s über Reisfelder zurück zum Auto, denn es Stand ja noch Kajakfahren auf dem Programm.

Wir saßen immer zu zweit im Kajak und sind ganz gemütlich Richtung Vang Vieng gepaddelt.

Ich habe mit Andrew das Kajak geteilt, der eine tolle Zeitrafferaufnahme mit seiner GoPro gemacht hat.

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Mit meinem heutigen Lieblingsbild wünsche ich Euch allen viel Glück, bei was auch immer Euch gerade wichtig ist.

Das andere Vang Vieng

Bisher habe ich vorwiegend tolle Landschaftsaufnahmen, Reisfelder, Berge und natürlich meinen ruhigen Bungalow gezeigt.

Auf der anderen Seite des Flusses steppt nämlich der Bär.

ROT: Hier wohne ich GELB: Touristenzentrum

Im Touristenzentrum gibt es vom italienischen Restaurant, Irish Pub, koreanischen Imbiss über Crêpes, Motorradverleih, Souvenirs, Touranbietern bis hin zur Massage alles.

Eigentlich wäre mir das alles zu viel, doch weil’s bei mir so schön ruhig ist und die Landschaft wunderschön, fühle ich mich sehr wohl hier.

Man sieht unglaublich viele Gruppen von Koreanern und Chinesen. Da habe ich heute zwei Koreaner gefragt, warum Laos so beliebt ist in Korea. Die Antwort: Es gibt wohl viele Berichte im Fernsehen über Laos, Prominente fahren nach Laos und posten ihre Bilder und es gibt von Korea Direktflüge nach Vientiane. „Meine“ Koreaner machen für 6 Tage Urlaub in Vang Vieng und nehmen alles an Aktivitäten mit, was man hier so machen kann. Höhlentour, Lagunenschwimmen, Kajakfahren, Buggyfahren, Ziplines (Seilrutschen) und sicherlich auch abends feiern gehen.

So ein bisschen wie bei uns manche nach Mallorca für ein paar Tage fliegen und es sich dort gut gehen lassen.

Seilrutsche im Wald

Man kann auch mit Autoreifen den Fluss runtertreiben (Tubing) hält alle 500 m an, trinkt ein Beerlao und dann geht’s weiter.

Ich habe leider nur Bilder von den Kajaks gemacht.

Die Abenteuerpartyindustrie bietet somit alle möglichen Ausflugsvarianten an, so dass jeder glücklich Vang Vieng verlässt.

Ach und fast hätte ich es vergessen, man kann natürlich auch mit einem Heißluftballon fahren.

Doch zwischen all dem Trubel finden sich immer noch Straßenstände als ob man in einem ganz normalen laotischen Ort wäre.

Lagoon 5

Heute wollte ich eigentlich mit dem Fahrrad einen Ausflug machen, doch meine französischen Bungalownachbarn haben mich zu einem Mopedausflug mitgenommen und so ging es Richtung Lagoon 5. Es gibt hier viele Höhlen, Aussichtspunkte und fünf Lagunen. Je höher die Zahl, desto weiter vom Ort entfernt und umso ruhiger ist es.

Die Straße war zwar sehr matschig, aber wir sind sehr professionell mit unseren Mopeds unterwegs gewesen.

Obwohl Sonntag ist wurde fleißig Reis gepflanzt.

Und so war es eine anstrengende, aber sehr abwechslungsreiche Fahrt.

Wir wollten zunächst bei einer der anderen Lagunen vorbeischauen, doch letztendlich waren wir sehr glücklich, dass wir direkt zu Lagoon 5 gefahren sind, denn dort war außer uns niemand.

Dort ließ es sich aushalten und so waren wir bestimmt vier Stunden vor Ort. Wir haben einfach nur das tolle Wetter und die herrliche Landschaft genossen.

Auf dem Heimweg bestiegen wir noch einen Aussichtspunkt.

Vor dem Aufstieg stand ein Buddha. Den habe ich natürlich fotografiert, nicht dass Ihr auf Kulturentzug kommt.

Und hier noch der Ausblick von ganz oben.

Es war ein toller Tag und das Glück war uns bis zum Schluss hold. Denn wir waren keine fünf Minuten in unserer Unterkunft, da fing es an zu regnen.

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Mein heutiges Lieblingsfoto ist wieder eine Tieraufnahme. Hier in Garten fliegen wunderschöne Schmetterlinge herum. Einer wollte heute anscheinend unbedingt abgelichtet werden, denn er saß ganz ruhig auf meinem Balkon.