Ich habe den Großteil des Tages auf meinem Balkon in der Hängematte verbracht. Dabei habe ich Reiseführer gelesen und geschaut was ich bei meinen nächsten Stationen alles unternehmen will. Tatkräftige Unterstützung beim Nichtstun hatte ich von einem Kätzchen.
Gegen späten Nachmittag habe ich mich dann doch noch aufgerafft und bin zu einem Aussichtspunkt,der gut drei Kilometer von meinem Hostel entfernt liegt, gelaufen. Klingt ganz entspannt, denn ich hatte nicht auf die Höhenmeter geschaut. 340 hm auf den letzten 500 m. Ich war patschnass geschwitzt, aber die Aussicht war super.
Auf dem Rückweg habe ich mir noch einen kleinen Snack gekauft, eine Ananas, die direkt mundgerecht zurechtgeschnitten wurde.
Das Highlight des Tages war dann doch das Essen, meine Nachspeise: Sticky Rice mit Kokosmilch und Mangos.
Das Lieblingsbild des Tages wäre ein schönes Mitbringsel für Anette.
Da Phosanvan sonst nicht groß was zu bieten hat und der Ort ja nicht gerade mein Herz erobert hat, ging’s heute nach Vang Vieng.
Am Markt hab ich gefrühstückt und noch was für die Fahrt eingekauft, denn 6-8 Stunden Fahrzeit waren angesetzt.
Die ersten vier Stunden meiner Busfahrt fuhren wir dieselbe Strecke wie die letzten vier Stunden der Busfahrt von vorgestern. Also grüne Hügel.
Wir habe im selben Ort wieder zu Mittag gegessen. Nudelsuppe, was sonst. Nur dieses Mal war es extrem neblig.
Nach weiteren drei Stunden waren wir dann in Vang Vieng.
Ein Ort, von dem aus man Ausflüge zu Höhlen oder Aussichtspunkten machen kann und allerlei Outdooraktivitäten angeboten werden. Mal schauen ob ich davon was mache.
Ich habe mir ausnahmsweise im Vorfeld eine Unterkunft gebucht, denn ich wollte einen Bungalow mit Terrasse und vor allem Hängematte, so dass ich vielleicht auch einen Tag die Beine mal nur hochlege. Heute Nachmittag habe ich es schon mal ausprobiert.
Deshalb ist das Lieblingsbild des Tages auch meine Hängematte.
Heute hatte ich mit drei anderen Reisenden eine Tour zur Ebene der Tonkrüge gebucht. Eigentlich müsste es heißen Hügel der Steinkrüge, da sie eher auf Anhöhen standen und die Krüge aus Stein gemeißelt sind.
Aber der Reihe nach. Zuerst waren wir im Touristeninformationszentrum, wo wir nochmal viel über die Bombenabwürfe auf Laos gehört haben. Auch über die Hintergründe, dass der damalige laotische König mit seinem Bruder einen Krieg um die Thronfolge hatte, sich deshalb Unterstützung von den Amerikanern suchte und umgekehrt, der kommunistische Bruder sich an Russland, China und Nordvietnam wandte. Zusätzlich dazu kam der Vietnamkrieg und Laos stand im Kreuzfeuer. Es ist auf alle Fälle ein sehr gebeuteltes Land, das über Jahrzehnte der Spielball seiner großen Nachbarn oder anderer Nationen war.
Ein paar Exponate von der Touristeninformation.
Wir haben heute auch Arbeiter und Fahrzeuge von MAG gesehen, die Felder und Grundstücke von Bomben säubern.
Auch auf den unterschiedlichen „Sites“ die wir besichtigt haben sind die gesicherten Wege markiert, denn bis August 2018 dürfte man diese Wege nicht verlassen, da der Rest des Geländes noch nicht bereinigt war.
Rechts und links des Weges lagen diese Markierungssteine als Wegweiser für den sicheren Pfad.
Jetzt aber erst mal eine Luftaufnahme, die uns unser Guide noch geschickt hat, damit Ihr einen Eindruck habt wovon ich spreche.
Von diesen Krügen-Sites gibt es wohl über 100, wovon nur eine sehr geringe Zahl bombenentschärft ist und somit für Touristen zugänglich. Wir habe Site 1-3 besucht.
Wofür wurde die Krüge benutzt? Das weiß niemand so recht und auch nicht genau wie alt sie sind. Schätzungen liegen bei 2.500 – 3.500 Jahren.
Für die Nutzung der Krüge gibt es viele Theorien, die wahrscheinlichste ist wohl, dass es sich um eine Art Grabstein handelt, der mit Opfergaben gefüllt wurde.
Die Krüge gibt’s in vielen Großen und Formen, aber alle sind unglaublich schwer.
Was die Theorie des Grabsteins stützt, ist dass neben vielen Krügen Menschenknochen gefunden wurden. Somit wurden die Toten nicht im Krug, sondern daneben beerdigt.
Auf dem Rückweg zum Auto ging’s über unglaublich grüne Wiesen, da merkt man, dass der Regen seine Wirkung zeigt.
Dies waren bisher alles Bilder von Site 1. Von dort aus ging’s zum Mittagessen um für Site 3 gestärkt zu sein.
Um zur Site zu gelangen mussten wir durch Reisfelder gehen.
Site 3 ist deutlich kleiner, doch die Krüge liegen enger beisammen und in einem kleinen Wäldchen.
Unser letzter Stopp war dann Site 2, die zweigeteilt ist. Zunächst ein paar Krüger im Wald.
Dann noch welche auf einem Hügel mit fast 360-Gradblick.
Da es heute so viele tolle Eindrücke und Bilder waren gibt’s es zum Abschluss ein Highlight der anderen Art. Nach dem Mittagessen gab es nämliche eine Art Kräuterwhiskey.
Ich habe natürlich nicht für jeden Tag meiner Reise ein frisches Outfit eingepackt, also müssen die Sachen ab und an gewaschen werden.
In den letzten Wochen war es zeitlich meist knapp und so habe ich brav von Hand selber gewaschen. Aber nach so vielen Tagen und dann noch immer im Rücksack eingesperrt riechen die Kleidungsstücke leider nicht mehr so richtig frisch. So habe ich gestern die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und ein paar Dinge professionell waschen lassen.
So kommt dann das Päckchen zurück. Es wird nach Gewicht abgerechnet und da ich gut 500 g Wäsche eingereicht hatte musste ich einen Euro zahlen.
Und jetzt habe ich Wäsche, die richtig frisch riecht. Phantastisch.
Als Dreingabe erhielt ich noch zwei Poloshirts dazu.
Wären meine Größe gewesen und Topqualität, aber ich habe sie natürlich zurückgegeben.
In der Art und Weise wie meine Wäsche zusammengelegt liegt noch viel Verbesserungspotential. Caro hier könntest Du mit einem Wäschefaltkurs ein paar Kip dazu verdienen.
Ich war abends noch im MAG Visitor Center (Mines Advisory Group). Dies ist eine Organisation, die das Land von Mienen und noch scharfer Munition, Bomben, Granaten, etc. befreit. Mir war nicht bewusst, dass während des Vietnamkrieges auch Laos und Kambodscha flächendeckend bombardiert wurden um Schmuggelwege oder Ausbildungscamps zu zerstören.
Das gelbe ist die Schmuggelroute von Nord- nach Südvietnam durch Laos und die roten Punkten die Bombenabwürfe. Also die geschätzten Abwürfe, es sind wohl eher mehr.
Wenn man vom Schicksal der Menschen liest, die in diese Gebiete nach dem Krieg zurückgekehrt sind und hört wie viele Menschen heute noch wegen nicht entschärfter Sprengkörper sterben oder sich schwer verletzten, kann man nur betroffen sein.
Ich wurde um 7:30 Uhr vom Tuk-Tuk abgeholt, denn ich bin nach Phosanvan umgesiedelt. Dafür war ich heute mit dem Bus gute 8 Stunden unterwegs. Wie viele Kilometer wir fahren mussten? 264 km.
Es ist eine bergige Strecke mit vielen Kurven, somit könnte unser Bus nicht all zu schnell fahren. Um diesen LKW zu überholen musste unser Fahrer sogar in den ersten Gang herunterschalten.
Generell war sehr wenig Verkehr und wir sind hauptsächlich durch grüne Hügel gefahren.
Unterwegs sind wir wieder der chinesischen Zugstrecke im Bau begegnet und deshalb auch vielen Anzeichen für chinesische Präsenz.
Nach weiteren grünen Bergen gab’s auf halber Strecke eine Mittagspause, in der wir auch was essen konnten.
Nach noch mehr grünen Hügeln würde es flacher und wir sind durch Reisfelder und Weideflächen gekommen.
Gegen Ende der Fahrt stieg meine Lieblingsmitreisende aus. Eine ältere Dame, die ihre Sachen im Griff hatte, fröhlich war und noch kräftig angepackt hat.
Kurz darauf waren wir dann in Phosanvan und ich war echt etwas geschockt. Das was ich bisher gesehen habe ist echt hässlich. Doch ich bin hierher gekommen um die Ebene der Tonkrüge zu sehen. Dafür habe ich mir für Morgen eine Tour gebucht und bin schon ganz gespannt.
Zum Abschluss gibt’s heute ein Lieblingsfoto, aber auch ein Video, denn die Videos kommen anscheinend ganz gut an. Danke für Eure Rückmeldungen.
Nach jedem Regen kommt auch wieder Sonnenschein. Ich hatte schon aufgegeben und mich auf einen Tag mit Lesen eingestellt, als nach vier Stunden ganz plötzlich der Dauerregen aufhörte.
So konnte ich doch noch wie geplant mit meinem ausgeliehen Moped zum Wasserfall fahren.
Der Kouang Si Wasserfall ist etwa 30 km von Luang Prabang entfernt. Mein eigentlicher Plan war früh morgens zu starten, um vor den großen Massen vor Ort zu sein, aber es war inzwischen bereits mittags. So war’s eh schon egal wann ich dort ankomme und so habe ich auf halber Strecke neben einem Tempel zum Mittagessen angehalten. Ja, ganz ohne Tempel geht es auch heute nicht.
Es gab mal wieder lecker Nudelsuppe und das ältere Ehepaar war sehr bemüht um mich. Als er dann sein Handy an die Stereoanlage anschloss und Musik machte traute ich meinen Ohren kaum.
Fehler
Dieses Video existiert nicht
Ich habe dann direkt auf seinem Handy kontrolliert, ob es das ist was ich dachte. Und siehe da, ein deutscher Exportschlager. Man beachte das schöne Wortspiel.
Aber weiter zum Wasserfall, also dem türkisfarbenen Wasserfall.
Trotz des Regens präsentierte sich der Wasserfall von seiner besten Seite.
Da zu diesem Zeitpunkt viele Leute im Wasser waren, bin ich zuerst noch zur Abbruchkante aufgestiegen und von dort zur Quelle und einer kleinen Höhle gegangen.
Buddhas am Höhleneingang
Buddhas in der Höhle
Mein eigentliches Highlight waren allerdings unzählige Schmetterlinge die dort unterwegs waren. Schon auf der Wanderung dorthin sind mir immer wieder Schmetterlingsschwärme entgegengekommen.
Auf dem Rückweg kam dann sogar die Sonne raus, doch der Regen hatte die Wege so aufgeweicht, dass meine Schuhe auf einmal Plateau hatten.
Unten wieder bei den Pools angekommen habe ich auch meine Badehose angezogen und war eine Runde im erfrischenden Wasser schwimmen.
Da gibt’s natürlich keine Fotos, weil mein Handy nicht wasserdicht ist.
Im Wasser gab’s kleine Fische, die wohl Putzerfische waren. Also ich hab auf alle Fälle jetzt toll gesäuberte Zehen. So muss sich Fisch SPA anfühlen.
Im Eingangsbereich gibt es noch ein kleines Schwarzbärgehege. In der Regel misshandelte Bären aus China, die dort aufgepäppelten werden. Sind auf jedenfalls sehr goldig.
Bei der Rückfahrt habe ich dann noch für ein paar Landschaftsaufnahmen Stopp gemacht.
Heute gibt’s jetzt endlich die versprochenen Aufnahmen der Essensstände auf dem Nachtmarkt.
Zumindest ein paar Eindrücke, das waren natürlich nicht alle Stände.
Ich habe mir heute einen Papayasalat machen lassen. Auch sehr lecker. Dazu gab’s noch ne Grillwurst.
Ich habe mir für heute ein Motorrad ausgeliehen, das um 8 Uhr zum Guesthouse gebracht wurde. Und dann kam der Regen.
Jetzt sitze ich hier und hoffe, dass es irgendwann nachmittags aufhört, dass ich meinen geplanten Ausflug zu türkisfarbenen Wasserfällen mit kleinen, natürlichen Pools in denen man schwimmen kann, doch noch antreten kann. Türkisfarben wird das Wasser bei diesem starken Regen sicherlich nicht sein, aber besser als nichts machen zu können.
Somit war ich heute noch schnell auf dem vietnamesischen Konsulat, um mich aus erster Hand über die Visumsbestimmungen zu erkundigen. Im Internet stehen unterschiedliche Dinge und da wollte ich auf Nummer sicher gehen. 15 Tage kostenfreies Visum erhältlich bei der Einreise für bundesdeutsche Staatsbürger.
Jeden Morgen zwischen 5:00 Uhr und 6:30 Uhr laufen Mönche mit ihren Essensschalen durch die Stadt, um Sticky Rice zu erhalten. Da Mönche nichts besitzen dürfen und auch nichts verdienen, sind sie auf das Wohlwollen ihrer Mitbürger angewiesen. In der Regel ist das Essen, das sie hier erhalten, das einzige was sie an Essen zu sich nehmen.
Somit war ich schon ganz früh auf und bin zunächst über den Markt geschlendert.
Der Almosengang der Mönche scheint immer mehr eine Touristenattraktion zu werden, denn an den meisten Tempeln hängt dieser Hinweiszettel.
Es sind auch geschäftstüchtige Laotinnen unterwegs, die Reis an Touristen verkaufen. Heute waren nicht besonders viele Menschen da. Ich weiß nicht ob die vielen Stühle normalerweise für die Touristen sind, aber da wo ich standen waren so sechs einheimische Frauen und Männer.
Es gibt einige Touristen , die hatten deutlich bessere Kameras als ich und standen trotzdem den Mönchen im Weg. Deshalb wohl die vielen Hinweise die Zeremonie doch bitte nicht zu stören.
Da ich in letzter Zeit viel gesessen bin, sollte ich mich wieder mehr bewegen. Deshalb stand heute der Tempel-Marathon auf dem Programm.
Doch um einen Marathon laufen zu können muss man gestärkt sein. Da meine Übernachtung dieses Mal inklusive Frühstück ist, gab’s westliches Frühstück.
Ich bevorzuge zwar die Nudelsuppe, doch es war auf alle Fälle lecker.
Danach bin ich losgezogen und habe versucht alle Tempel, die fußläufig erreichbar sind anzuschauen.
Startpunkt Hinterausgang meiner Unterkunft.
Ich bin mal gespannt, ob ich noch weiß welcher Tempel welcher war.
Fangen wir mit Wat Xien Thong an. Da ein „Wat“ meistens aus mehreren Gebäuden besteht, wundert Euch nicht dass es unterschiedliche Tempel sind, gehören zum selben Wat.
Erster TempelBuddha
Hier waren an den Fassaden tolle Bilder aus Glassteinen angebracht.
Ich glaube die Tempelnamen sind gar nicht so wichtig. Ich zeige einfach einige Bilder.
Ich bin auch an einer spektakulären Bambusbrücke vorbeigekommen, die nur während der Trockenzeit steht.
Und hier noch ein paar Eindrücke vom Ort selbst.
Dann brauchte ich eine Pause, bevor ich mit dem Königstempel weitermachen konnte.
Das Königreich Luang Prabang umfasste Laos und noch ein bisschen mehr. Deshalb sind hier auch so viele tolle Gebäude und Tempel. Die Stadt Luang Prabang war natürlich Hauptstadt des Königreichs.
Danach kam der Regen. Zum Glück nicht so viel, doch es sieht aus als würde die Regenzeit nun kommen.
Fehler
Dieses Video existiert nicht
Die jungen Mönche hatten ihren Spaß.
Und dann habe ich einen Vogeljäger gesehen. Mit welcher Gerätschaft auch immer er geschossen hat, sie funktionierte mit Druckluft.
Wir haben es fast geschafft. Das President Kaysone Phomvihane Monument und noch ein Tempel.
Danach hatte ich mir wieder eine Pause verdient, bevor es hoch zum Aussichtspunkt auf dem Phou Si ging, der 55 m über der Stadt liegt.
Das Highlight war jedoch nicht die Aussicht, sondern eine Gruppe Chinesinnen, die eine Fotosession dort oben abgehalten haben. Unglaublich, eine von ihnen hat sogar einen Lockenwickler im Pony, so dass die Frisur fürs Foto dann auch perfekt saß.
Dort hat mich dann noch ein Junge angesprochen, der mit mir sein Englisch üben wollte. Sehr fleißig. Es gibt sogar manche, die mit einem roten T-Shirt herumlaufen auf dem steht: Darf ich mit Ihnen Englisch üben. Natürlich auf Englisch.
Irgendwann hatte ich dann Hunger und habe mich auf den Nachtmarkt verdrückt.
Da ich sehr hungrig war hab ich nur noch Fotos der Nachspeise gemacht. Kokosnussbällchen oder so ähnlich und drei geschnittene Mangos.
Heute gibt’s kein Lieblingsbild sondern ein Video. Leider musste ich es stark kürzen, sonst hätte man das Gesicht der Dame gesehen, die fotographiert wird. So ging das sicherlich 30 Minuten lang. Natürlich haben die Models durchgewechselt.
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