Zweiter Tag auf dem Boot

Die Strecke von Pakbeng nach Luang Prabang hat mir persönlich besser gefallen, da es durch Gebiete ging, in denen die Ortschaften nicht ans Straßennetz angebunden sind und der Mekong die Verbindung zur Außenwelt ist.

Somit hielt unser Boot unterwegs deutlich häufiger und wir hatten auch viel mehr „Gepäck“ dabei.

Wer gerne Fisch isst hätte sich den Fang des Tages kaufen können.

Ansonsten war es eine unglaublich entschleunigende Art zu reisen. Schöne Landschaft schauen und nette Gespräche mit den Mitreisenden führen. Die meisten könnten zwar meine Kinder sein, doch ich hatte eine gute Zeit.

Ich schrieb ja bereits, dass der Mekong noch Niedrigwasser hat. Hier ein Bild, das einen Eindruck vermittelt wie viel Wasser mehr er zur Regenzeit mitführt.

Kurz vor Luang Prabang kamen wir dann an einer großen Baustelle vorbei.

Ich hatte bereits gehört, dass China eine Schnellzugstrecke von Kunmin nach Vientane und von dort weiter nach Bangkok bauen würden. Ja, das Foto zeigt genau von dieser Strecke einen Brückenabschnitt.

Ich habe dies direkt im Internet recherchiert und die grüne Linie ist die Strecke, die aktuell hier in Laos gebaut wird.

Für alle Technikinteressierten ein Video des Bootsmotor.

Fehler
Dieses Video existiert nicht

In Luang Prabang gibt es unglaublich viele Unterkünfte und Bars. Trotzdem macht es einen gemütlichen Eindruck. Ich war noch auf dem Nachtmarkt essen. Da gibt’s morgen dann Bilder und mit ein paar Leuten vom Boot ein Beerlao trinken.

Mein Lieblingsfoto ist heute eine Abfolge von zwei Bildern.

Und jetzt die Nahaufnahme.

Ich bin Millionär

Allerdings nur Kip-Millionär.

10.000 Kip entsprechen ungefähr einem Euro. Eigentlich einfach zu rechnen. Aber wenn jemand zu Dir sagt, dass Dein Essen 15.000 kostet ist das der Hammer. So recht habe ich mich da noch nicht dran gewöhnt.

Auf alle Fälle hatte ich, als ich frisch vom Geldautomaten kam 1.500.000 Kip in der Tasche.

Das andere Pakbeng

Als ich gestern in Pakbeng ankam, dachte ich hier gäbe es nur Guesthouses und Restaurants für Touristen, da dieser Ort für die Fahrt zwischen Huayxai und Luang Prabang einfach nur Zwischenstation ist. Heute Morgen war ich dann bereits früh wach und da die Laoten auch Frühaufsteher sind gab’s morgens bereits viel zu sehen.

Kaum ein paar Meter vom Touristenzentrum weg fängt der ursprüngliche Ort an.

Wo morgens bereits Fleisch gehackt, Bambussprossen gedünstet oder Suppe gekocht wird.

Hier habe ich dann auch gefrühstückt.

Es gibt sogar 2 kleine Tempel mit einem Minikloster dabei.

Und einem Aussichtspunkt mit Blick über den Ort.

Blick auf den Mekong

Und natürlich ein kleiner Markt.

Wo ich mir Verpflegung für die Bootsfahrt geholt habe.

Sticky Rice mit gedüstetem Gemüse und Obst.

Slow Boat nach Pakbeng

Nachdem ich gestern sehr zeitig im Bett war, bin ich dementsprechend früh heute Morgen aufgewacht. Was auch gut so war, denn somit habe ich die Mönche singen gehört, die morgens um ihr Essen „betteln“.

Danach war ich schon so fit, dass ich etwas durch den Ort gelaufen bin und natürlich der Erste am Ticketschalter war.

Und ich konnte schon mal unser Boot begutachten, mit dem es heute nach Pakbeng ging.

Danach gab’s Frühstück, aber die Geschichte kennt Ihr bereits.

Als ich dann um 10:30 Uhr mit Gepäck beim Boot ankam, war es schon fast voll und darunter ganz viele Touristen. Keine Ahnung wo die auf einmal herkamen. Aber ich will nicht wissen was in der Hochsaison los ist.

Wir fuhren dann in Summe gut 7 Stunden.

Haben zwischendurch angehalten um ein paar Laoten ein- oder aussteigen zu lassen.

Ab und zu kam ein Speedboot vorbeigeflitzt.

Ansonsten ging es aber sehr ruhig und beschaulich zu.

Bei unserer Ankunft in Pakbeng war dann das ganze Pier voll mit Leuten, die uns Touristen für ihre Unterkunft werben wollten. Zum Glück meinte mein laotischer Mitreisender, dass er den einen kennen würde und der Preis war gut, das Guesthouse direkt am Pier und das Zimmer sauber. Da die Fenster allerdings etwas marode Mückengitter haben kommt heute Nacht das Moskitonetz zum Einsatz. Danke Sylvie.

Mein heutiges Lieblingsbild hätte noch toller werden können, denn bis kurz bevor ich abgedrückt habe, hatte die Dame noch ihr Handy am Ohr.

Laotisches Frühstück

Nachdem der Laote, den ich während der Busfahrt kennengelernt habe, mir erzählt hat, dass er eigentlich zu jeder Mahlzeit Nudelsuppe isst, habe ich das direkt heute Morgen auch getan.

Ich bin in eine kleine Suppenküche, in der bereits Einheimische ihre Suppe schlürften.

Neben den Reisnudeln kommt in der Regel eine Tomate, Kräuter und Hühnchenfleisch rein. Als Beilage sozusagen, auf dem Teller rechts davon, gibt es gedünsteten Kohl, Bohnen und Minze.

Sehr lecker und sehr heiß. Da bin ich bereits morgens direkt ins Schwitzen gekommen.

An die Soße habe ich mich noch nicht rangetraut.

Laos ich komme

Von Chiang Rai gibt es eine direkte Busverbindung nach Huayxai in der Bokeo Provinz, Laos.

Generell ist diese Strecke bei Touristen sehr beliebt, doch man hat mir erklärt, dass ich in der „Low Season“, weil Regenzeit, unterwegs bin und somit sehr wenig los ist.

Vor mir saß ein Laote und sein indonesischer Chef, die beide in einem Luxushotel in Pakbeng arbeiten. Hinter mir sah es so aus.

Mit den beiden habe ich mich fast die ganze Fahrt unterhalten. Sehr angenehme Reisepartner. An der Grenze angekommen hieß es dann aussteigen und erst mal dem thailändischen Ausreisestempel abholen.

Wieder in den Bus einsteigen, über den Mekong und in Laos für 30 US$ einreisen. Dafür gibt’s einen schönen Aufkleber.

Nochmal kurz in den Bus und dann habe ich mich einfach im Tuk-Tuk an die Einheimischen drangehängt, im selben Guesthouse eingecheckt und mit ihnen zu Mittag gegessen.

Ich bin direkt noch ans Pier gelaufen und hab mich ein wenig umgeschaut. Von dort starten morgens die Boote, also auch mein Slow Boat Richtung Luang Prabang mit Zwischenstopp (Übernachtung) in Pakbeng.

Der Ort Huayxai scheint über die vergangenen Jahre gut am Tourismus verdient zu haben.

Teilweise sieht man riesige Autos, die Kinder werden mit Motorrollern von der Schule abgeholt und die meisten haben erstklassige Mobiltelefone.

Dazwischen sieht man dann den Charme des Örtchens, wovon früher sicher noch mehr vorhanden war.

Da ich in der Nebensaison unterwegs bin, ist es wirklich sehr ruhig hier, was ich persönlich sehr schön finde.

Apropos Nebensaison, weil Regenzeit und so. Von Regen ist bisher keine Spur. Der Klimawandel schlägt auch hier zu. Der Mekong hat Niedrigwasser und es ist extrem heiß.

Nach etwas Erholung im klimatisierten Zimmer bin ich nochmal losgezogen. Ein kleiner Tempel mit angeschlossener, buddhistischer Schule liegt auf einem kleinen Hügel über dem Mekong.

Und auf dem Weg zum Abendessen auf einem kleinen Nachtmarkt habe ich noch die Abendstimmung genossen.

Das Lieblingsbild des Tages ist heute nicht das schönste Bild, sondern das Bild der coolsten Sache, die ich heute entdeckt habe. Ein Motorroller, der mit einem Sonnen-/Regenschutz aufgerüstet wurde.

Freidigs isch zd‘Chiang Rai Dialegddag

I be sichr zd’Chai Rai mit dr Thai Lion Air glandad.

Zum Bus Terminal num hand se dohanna an Shuddlbus fir bloos 20 Baht. Schnäbble.

Und edzad hock i doa und tua auf da Bus noach Laos warda, ihr wered’s id glauba was mr d’Leid vrzehld hand. Zd Chiang Rai isch heid Dialegddag.

Also scheene Griß and Schwaba und nadierlech au an alle andre.

Denen gewidmet, die jeden Freitag den Dialekt hoch leben lassen.

Milch Café by Milch Japan

So wie’s aussieht kopiert nicht nur China gute Produkte.

Schaut was ich gerade am Don Mueang Flughafen entdeckt habe.

Meine Internetrecherche hat ergeben, dass das „Milchkonzept“ganz auf einer deutschen Vermarktungsstrategie aufgebaut ist.

Nachhaltigkeit

Es wird zwar generell noch fast alles zweimal in Plastiktüten eingepackt, doch in Thailand ist das Thema Nachhaltigkeit angekommen. Zumindest in Bangkok. Man findet sehr viel Mülltonnen, die für recycelbaren Müll oder Papier sind.

Am Flughafen konnte ich sogar sehr komfortabel meine Trinkflasche auffüllen und habe so nicht nur Müll vermieden, sondern als guter Schwabe auch gespart.

One Day in Bangkok

Nach meinem außerordentlichen Frühstück konnte ich mich vormittags noch nicht so recht aufraffen in die Stadt zu gehen. Im Innenhof meines Hostels war es so schön ruhig und so habe ich erst mal etwas Reiseführer gelesen.

Doch ich wollte noch eine Akkuhülle und brauchte dringend Moskitospray.

Somit war nachmittags der MBK Center, das Shopping Paradies Bangkoks, mein Ziel. Da gibt’s ungefähr 7.356 Läden, die Handys reparieren, freischalten oder Zubehör für Handys haben. Sowas überfordert mich immer. Somit bin ich in einen Laden, habe ein Model angeschaut, habe den Preis verhandelt und gekauft. Ich hoffe nur, dass das Teil jetzt auch funktioniert. Es lädt zumindest gerade auf.

Beim Moskitospray stand ich dann vor der Wahl, große oder kleine Flasche!

Groß …
… oder klein

Zum Glück war Annie online und hat mir Hilfestellung gegeben. Somit habe ich mich für die florale, kleine Variante entschieden.

Danach bin ich noch etwas durch die Stadt gestreift, zu Fuß, mit dem Boot, dem Bus und der Hochbahn.

Wat Arun
ICONSIAM, Luxusshopping

Das Wetter war nachmittags durchwachsen und immer wieder gab es kleine Schauer, doch ehrlich gesagt war es dadurch etwas kühler und sehr angenehm.

Hier noch mein Lieblingsbild des Tages: